Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Typisch lutherisch, typisch reformiert - oder einfach evangelisch?

Eine historische Erläuterung. Von Prof. Dr. Martin Hein

Foto: sxc.hu

Eine gemeinsame Evangelische Kirche in Deutschland sei als "Kirche" möglich, so Martin Hein, Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Die "historisch gewachsene konfessionelle Prägung von Gemeinden und EKD-Gliedkirchen" will Hein aber nicht nivellieren. Seine Vision: "Die Leuenberger Konkordie wird in den Passagen, die sich zu den konfessionellen Differenzen äußern und diese explizit (!) überwinden, zur gemeinsamen Bekenntnisgrundlage der EKD."

 Vortrag online auf epd.de (Vortrag zum Jubiläum der Leuenberger Konkordie im März 2013, online aus der epd-Dokumentation 11/2013)

"Mein Plädoyer ist eindeutig: Ohne die historisch gewachsene konfessionelle Prägung von Gemeinden und EKD-Gliedkirchen zu leugnen oder zu nivellieren, ist – wie das Beispiel der Evangelischen Kirchen von Kurhessen-Waldeck zeigt – auch eine gemeinsame Evangelische Kirche in Deutschland als „Kirche“ möglich." - Martin Hein

epd-Meldung


April 2013
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