Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Internetprojekt ''Frauen und Reformation'' online

www.frauen-und-reformation.de

Unter dem Titel "500 Jahre Reformation: Von Frauen gestaltet" startet das Lutherdekade-Onlineprojekt www.frauen-und-reformation.de, das reformatorische Impulse von Frauen vom 16. bis ins 21. Jahrhundert würdigt.

Das Gemeinschaftsprojekt der Evangelischen Frauen in Deutschland e.V. (EFiD), des Konventes Evangelischer Theologinnen in der Bundesrepublik Deutschland e.V. und des Studienzentrums für Genderfragen in Kirche und Theologie der Evangelischen Kirche in Deutschland lässt mit einer Erinnerungslandkarte die weibliche Seite der Reformation lebendig werden und lädt ein, Reformation heute interaktiv mitzugestalten. Das Projekt wird unterstützt von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

„500 Jahre Reformation: Von Frauen gestaltet lässt den reformatorischen Gedanken vom Priestertum aller Getauften in seinen befreienden Aspekten lebendig werden“, erläutert EFiD-Geschäftsführerin Eske Wollrad eine Zielsetzung des interaktiven Online-Projektes. Denn wenn 2017 das Reformationsjubiläum gefeiert wird, geht es auch um 500 Jahre bewegende Taten und Ideen von Frauen, die aktiv die Reformation und ihre Wirkungsgeschichte mitgestaltet haben. Das Lutherdekade-Onlineprojekt setze damit ein sicht­bares Erinnerungszeichen für das Verständnis von Reformation auch aus Frauensicht, so die promovierte Theologin.

500 Jahre Reformation: Von Frauen gestaltet gliedert sich in vier Bereiche:

Biografien reformatorisch wirksamer Frauen – von Argula von Grumbach, über Anna Maria van Schurman bis hin zu Dorothee Sölle – machen deutlich, dass die Reformation nur als ein von Männern und Frauen gemeinsam gestaltetes Ereignis zu begreifen ist. Über 150 Frauenbiografien werden in den nächsten zwei Jahren unter www.frauen-und-reformation.de zu finden sein, verfasst von Schriftsteller_innen, Theolog_innen und Historiker_innen.

Die emanzipatorische Kraft reformatorischer Ideen wird dort lebendig, wo sie aktiv erinnert und mitgestaltet werden kann. Eine eigene Reformationstruhe, bei der die weibliche Seite der Reformation mit auf die Reise geht, kann im virtuellen Reisebüro gepackt werden. Fragen zur Reformation und zu den reformatorischen Impulsen von Frauen regen zum Nachdenken an und lassen jede einzelne Truhe zu einem ganz persönlichen Beitrag zur Reformationserinnerung werden.

Im Bereich eines Lerncenters können Internet-Schnitzeljagden durchgeführt werden. Das Medium Internet kann im Rahmen von Gemeindearbeit, Schule oder Universität kreativ genutzt werden, um Aufgabenstellungen rund ums Thema Frauen und Reformation(sdekade) eigenständig oder in der Gruppe zu lösen. Projekte, Aktivitäten von Kirchengemeinden, Verbänden, Schulen sowie Initiativen, Gruppen oder Einzelpersonen werden im Bereich Aktuelles vorgestellt.

www.frauen-und-reformation.de

Anmerkung der Redaktion reformiert-info: Zum Zeitpunkt der Eröffnung am 16. Mai 2013 konnte noch keine reformierte Frau der Reformationszeit auf der Internetseite entdeckt werden. Infos hierzu gibt's unter: www.reformiert-info.de/4587-0-37-5.html


Quelle: Pressemeldung der Evangelischen Frauen in Deutschland e.V. (EFiD) vom 16. Mai 2013
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