Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Kanzlerin Angela Merkel würdigt die Barmer Theologische Erklärung

Themenpaket zum 80. Jubiläum des wegweisenden Glaubenszeugnisses

Foto: ekir.de/ Archiv/Susanne Pfannschmid.

Die Barmer Theologische Erklärung ist eines der wegweisenden Glaubenszeugnisse der Kirche im 20. Jahrhundert. Am 31. Mai 1934 gegen die nationalsozialistische Ideologie der sogenannten Deutschen Christen verabschiedet, hat sie 80 Jahre später nichts von ihrer Bedeutung eingebüßt.

www.ekir.de/url/ync

So bezeichnet Bundeskanzlerin Angela Merkel die Barmer Theologische Erklärung als wichtigen Wegweiser zur klaren Unterscheidung zwischen dem Auftrag der Kirche und den Aufgaben des Staates. „Demokratie kennt keinen Totalitätsanspruch. Ein demokratischer Staat darf keine Gesellschaftsbereiche für seine Zwecke vereinnahmen – auch nicht die Kirche“, schreibt Merkel in einem Beitrag für ein Themenpaket, das die rheinische Kirche zum 80. Jubiläum der Erklärung erstellt hat. Indem die Kirche aus christlichem Glauben heraus moralische Ansprüche vertritt, könne sie der Politik eine richtungsweisende Partnerin sein, schreibt die Bundeskanzlerin weiter: „Dieses Wechselspiel weltlichen und geistlichen Wirkens ist für eine funktionierende, stabile Demokratie wesentlich, in der tagtäglich grundlegende Werte gelebt und nicht mit Füßen getreten werden.“

Wie die Barmer Theologische Erklärung entstanden ist, wie sie die Kirche bis heute prägt und was es mit der fehlenden siebten These zum Verhältnis von Christen und Juden auf sich hat, erläutert dieses Themenpaket. Es enthält selbstverständlich auch den Wortlaut der Erklärung.

Die Evangelische Kirche im Rheinland würdigt das Jubiläum 80 Jahre Barmer Theologische Erklärung mit einer Ausstellung in der Gemarker Kirche in Wuppertal-Barmen, jenem Ort, an dem sie im Mai 1934 verabschiedet wurde. „Gelebte Reformation zwischen Widerstand und Anpassung“, lautet der Titel der Ausstellung, die am 30. Juni eröffnet wird. Auch auf diese Ausstellung wirft das Themenpaket einen Blick.

Das Themenpaket zur Barmer Theologischen Erklärung steht hier zum Download bereit:

www.ekir.de/url/ync

Pressemeldung der EKiR, 13. Mai 2014

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1934 - 2014

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