Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Einem Opfer des Nationalsozialismus, Abraham Ries, gedenken

27. Januar, ökumenischer Gedenkgottesdienst in Bunde

Ohne Titel - ©Andreas Olbrich

Die Kirchengemeinden aller Konfessionen im Rheiderland laden am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus zu einem zentralen ökumenischen Gottesdienst ein.

Der Gottesdienst beginnt um 10 Uhr in der reformierten Kirche Bunde.

Die Orgel spielt Landeskirchenmusikdirektor Winfried Dahlke, die Chöre „Cantiamo“ von der altreformierten Gemeinde Bunde und „Cantabilis“ von den Bunder Reformierten treten gemeinsam im Gottesdienst auf. Außerdem spielt der Posaunenchor der Ev.-reformierten Kirchengemeinde Bunde. Pastor Jürgen van Wieren hält die Predigt.
Während des Gottesdienstes wird eine Kinderbetreuung angeboten: ab 9.30 Uhr im Kindergarten Bunde.

Das Leben des jüdischen Manufakturbesitzers Abraham Ries steht im Mittelpunkt des gottesdienstlichen Gedenkens. Ries war im Bunder Gemeinderat, wurde 1938 deportiert und starb 1944 in Auschwitz. 

Die liturgischen Texte des Gottesdienstes werden im Anschluss an den Gottesdienst auf reformiert-info veröffentlicht.


Barbara Schenck
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Der Opfer des Nationalsozialismus gedenken

Der Ökumenische Arbeitskreis Rheiderland „Gedenkgottesdienst 27. Januar“ stellt sein Synodalverbandsprojekt vor.
An die Opfer des Nationalsozialismus erinnern

Soldaten der Roten Armee befreiten am 27. Januar 1945 die Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. Seit 1996 ist der 27. Januar in Deutschland und seit 2005 weltweit offizieller Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.
 

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