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Motto 2018: Krieg 3.0

Ökumenische FriedensDekade legt neues Jahresmotto fest

Mit „Krieg 3.0“ möchte der Trägerkreis der Ökumenischen FriedensDekade angesichts der Gefahr der Eskalation vorhandener Konflikte weltweit auf die potenziellen Gefahren eines dritten Weltkriegs aufmerksam machen.

Mit dem Motto „Krieg 3.0“ soll die weltweite Aufrüstungsspirale, die sich auch in den Finanzplänen der kommenden Jahre für den Verteidigungshaushalt in Deutschland widerspiegelt, kritisch hinterfragt werden. Zugleich will die FriedensDekade den Fokus auf die zunehmende Digitalisierung und Automatisierung kriegerischer Waffen legen. Ob Drohnen, Roboter oder Slaugtherbots: Die Entwicklung unbemannter, eigenständig agierender Killermaschinen ist auf dem Vormarsch, um Kriege – auch in Form von Cyberwars – wieder führbar zu machen.

„Wir wollen ein Bewusstsein für die aktuellen Entwicklungen im militärischen Sektor schaffen, die kriegerische Auseinandersetzungen durch technologische Weiterentwicklungen wieder sinnvoll und möglich erscheinen lassen“, erläutert Jan Gildemeister, Vorsitzender des Ökumenischen FriedensDekade e. V., die thematische Festlegung für das kommende Jahr. „Der Mensch soll in der unmittelbaren Kriegführung vor Ort durch Roboter und Maschinen ersetzt werden. Damit wird die Bereitschaft zunehmen, Konflikte wieder militärisch zu lösen und Krieg(e) zu führen“, befürchtet Jan Gildemeister.

Mit dem Motto und dessen inhaltlicher Ausgestaltung in den umfangreichen Bildungs- und Aktionsmaterialien, die von der Ökumenischen FriedensDekade jedes Jahr zum festgelegten Motto erstellt werden, soll im Zeitraum der Ökumenischen FriedensDekade vom 11.-21. November 2018 ein Beitrag zum Frieden und gegen die Militarisierung von Politik und Gesellschaft geleistet werden. Im Rahmen eines bundesweit ausgeschriebenen Plakatwettbewerbs sucht die Ökumenische FriedensDekade bis Ende Januar 2018 ein zentrales Motiv für die grafische Umsetzung des Jahresmottos „Krieg 3.0“.


Quelle: Ökumenische Friedensdekade e.V.

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