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Von Mauern, Menschen und der Hoffnung auf Frieden

Bis zum 22. April im Landeskirchenamt Bielefeld: Fotoausstellung ''Bilder und Texte an Mauern''

Eine acht Meter hohe Betonmauer schlängelt sich durchs „Heilige Land“, trennt Israelis und Palästinenser: „Schutzwall“ oder „Sperranlage“, eine Notwendigkeit für ein terrorfreies Nebeneinander oder zusätzliche Last auf dem Weg zum Frieden? Eine Fotoausstellung dokumentiert Graffiti entlang der Mauer im Westjordanland.

Bielefeld/Bethlehem. Israelis nennen sie "Schutzwall" oder "Sicherheitszaun" - Palästinenser "Apartheidmauer" oder "Sperranlage": die acht Meter hohe Betonmauer, die sich durch das Westjordanland schlängelt. Wie ein rücksichtsloser grauer Koloss bahnt sie sich ihren Weg durch die Landschaft. Über Felder und Olivenhaine, vorbei an Häusern und Moscheen, entlang der Stadt Bethlehem, ihrer angrenzenden Dörfer und Flüchtlingslager. Manchmal auch mittendurch. Sie beraubt die Palästinenser nicht nur ihrer persönlichen Freiheit, sondern oftmals auch ihrer Existenzgrundlage.

Frust und Aggression über die politischen Realitäten, Trauer und Hoffnung äußern sich oft in den Graffiti, die entlang der Mauer zu finden sind: "Aus der Asche unserer Hoffnungslosigkeit entspringt die Flamme unserer Hoffnung" oder "Furcht baut Mauern - Hoffnung baut Brücken". Mitglieder des Fördervereins "Medizinisches Zentrum Beit Sahour e.V." und des "Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln - Bethlehem" sind auf Spurensuche gegangen - und präsentieren ihre Eindrücke in der Fotoausstellung "Bilder und Texte an Mauern". Die 40 farbigen Mauerimpressionen sind in den letzten zwei Jahren entstanden.

Einer der Initiatoren ist Peter Hermann Wald, Vorsitzender des Fördervereins "Medizinisches Zentrum Beit Sahour". Der 1929 in Hannover geborene Journalist hat lange Jahre als Auslandskorrespondent u.a. in Kairo, Beirut, Damaskus, Amman und Jerusalem gearbeitet und war bis zu seiner Pensionierung Leiter der Nah- und Mittelost-Redaktion der Deutschen Welle.

Wenn er eine Prognose für das langfristige Miteinander von Israelis und Palästinensern wagt, gibt es für ihn zum Mauerabbau keine Alternative: "Wir arbeiten eng mit der israelischen Friedensbewegung zusammen, zum Beispiel Frieden jetzt!, Rabbiner für den Frieden und den Frauen in Schwarz. Sie sind unsere Kronzeugen, dass es so keinen dauerhaften Frieden geben kann. Die Mauer muss also überwunden werden!"

Die Ausstellung "Bilder und Texte an Mauern" ist noch bis zum 22. April im Foyer des Landeskirchenamtes der EKvW, Altstädter Kirchplatz 5, in Bielefeld zu sehen.
Die Öffnungszeiten sind montags bis donnerstags von 7 bis 17 Uhr und freitags bis 13 Uhr. 


Pressemitteilung der Evangelischen Kirche von Westfalen
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Kirche und Israel seit der Gründung des Staates 1948

Die Gründung des politischen Staates wurde von Beginn an und wird bis heute aus christlicher Sicht auf Grund der biblischen Landverheißung auch theologisch beurteilt. Zum Bund Gottes mit Abraham gehört die Zusage des Landes "von dem Strom Ägyptens an bis an den großen Strom Euphrat" (1. Mose 15, 18).