Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Reformierte und altreformierte Gemeinde arbeiten zusammen

Gerrit Jan Beuker für fünf Jahre auch Pastor der reformierten Gemeinde

Pfarrer Dr. Gerrit Jan Beuker

Die evangelisch-reformierte und die evangelisch-altreformierte Kirchengemeinde in Laar (Grafschaft Bentheim) teilen sich in den nächsten Jahren einen Pfarrer. Einen entsprechenden Vertrag haben am Montagabend, 25. Mai 2009, in Laar die beiden Kirchengemeinden sowie die Kirchenleitungen unterzeichnet. In diesem Vertrag ist geregelt, dass die beiden Gemeinden weiterhin rechtlich eigenständig bleiben, bei der pastorale Versorgung jedoch zusammenarbeiten.

Konkret wird der jetzige Pastor der altreformierten Gemeinde, Dr. Gerrit Jan Beuker, auch in der reformierten Gemeinde tätig sein wird, nachdem der dortige Amtsinhaber, Friedrich Aißlinger in den Ruhestand getreten ist. Diese Regelung  gilt ab dem 1. August 2009 und ist zunächst befristet auf fünf Jahre.

Hintergrund dieser Vereinbarung sind die Mitgliederzahlen beider Gemeinden, die jeweils eine volle Pastorenstelle nicht mehr ermöglichen. Die evangelisch-reformierte Gemeinde zählt etwa 600 Gemeindeglieder, die Evangelisch-altreformierte Gemeinde rund 250 Gemeindeglieder. Das gemeindliche Leben soll jeweils eigenständig weiter geführt werden. Ergänzend ist im Vertrag geregelt, dass die Evangelisch-reformierte Kirche einen Hilfsprediger oder einen Vikar in Laar einsetzen wird, der den Prozess der Zusammenarbeit dokumentieren soll.

In den vergangenen Wochen hatten alle Gemeinde- und Synodengremien beider Kirchen den  Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit mit großer Mehrheit zugestimmt. Kirchenpräsident Jann Schmidt (Leer) und der Präses der altreformierten Synode, Fritz Baarlink (Veldhausen) erklärten übereinstimmend, dass es sich bei der Zusammenarbeit um ein Pilotprojekt handle. Der Pastor der evangelisch-reformierten Gemeinde Fritz Aißlinger sagte, dass die jetzt geschlossene Vereinbarung ein Produkt der seit Jahren hervorragend laufenden ökumenischen Zusammenarbeit der beiden Gemeinden sei.


Leer/Laar, den 26. Mai 2009, Ulf Preuß, Pressesprecher
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