Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Beten und Glocken läuten wider die Zerstörung der Welt

Gottesdienstentwurf für den 13. Dezember 2009 von ''Brot für alle''

Glockenläuten und Gottesdienst zum Klimagipfel am 3. Advent - eine Anregung des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK) mit deutschsprachigem Material für den Gottesdienst von ''Brot für alle'', Schweiz

Klimakonferenz COP 15 in Kopenhagen
Liturgische Bausteine für den Gottesdienst am 13. Dezember 2009 (3. Advent) >>>

Fürbitten >>>
Weitere Informationen auf der WebSite des ÖRK unter www.bellringing350.org >>>
Das deutschsprachige Material zur weltweiten Aktion im Überbick >>>
Homepage "Brot für alle": http://www.bfa-ppp.ch/

Glockenläuten gegen die Zerstörung der Welt

Früher wurden bei Brand und Überschwemmung die Kirchenglocken geläutet. Bei der Klimaerwärmung geht es um Katastrophen, welche die ganze Welt betreffen. Und das ist für viele Kirchgemeinden ein Grund, die Kirchenglocken läuten zu lassen.

Wenn sich die Staatengemeinschaft vom 7. bis zum 18. Dezember zur Klimakonferenz von Kopenhagen trifft, geht es um nicht weniger als um die Zukunft unseres Planeten. Um die Zukunft der Erde, so, wie wir sie kennen. „Kopenhagen ist die wichtigste internationale Konferenz seit dem II. Weltkrieg!“ Das sagt nicht irgendwer, sondern der ETH-Professor Andreas Fischlin, einer der Hauptautoren des UNO-Klimaberichtes und damit auch Empfänger des Friedensnobelpreises 2007.

Die Industriestaaten reagieren – gelinde gesagt – verhalten. Sie weigern sich, ihre Verantwortung angemessen wahrzunehmen, den Ausstoss von Treibhausgasen radikal zu vermindern und dem Süden bei der Anpassung an den Klimawandel mit Rat und Geld beizustehen.

Die Politiker scheinen den Ernst der Lage noch nicht erfassen zu können. Es wäre an den alten Industriestaaten des Nordens, erste entschlossene Schritte zu tun. Sie sind es, die seit 150 Jahren CO2 produzieren und die Erde zu einem Treibhaus machen. Unter den Folgen leiden vor allem die Armen im Süden: Dürren, Überschwemmungen zerstören ihre Lebensgrundlagen. Viele sind gezwungen, ihre Heimat zu verlassen und werden so zu Klimaflüchtlingen.

Im Norden sind es vor allem die Kirchen, welche die Flammenschrift an der Wand gesehen und erkannt haben. Weltkirchenrat, die Schweizer Landeskirchen und ihre Werke Brot für alle und Fastenopfer fordern eine griffige, gerechte Klimapolitik. Oder, mit andern Worten: Sie wollen die Welt bewahren, die Gott uns übergeben hat.

Die Kirchen können ihr Engagement über ein Medium kundtun, über das nur sie allein verfügen: Sie können die Glocken läuten lassen. So wie früher, wenn Brand und Überschwemmung drohten.

Zur Halbzeit der Konferenz, am 13. Dezember, findet im Kopenhagener Dom als Zeichen der Solidarität ein ökumenischer Gottesdienst mit Erzbischof Desmond Tutu statt. Im Anschluss daran, um 15 Uhr, werden an vielen Orten auf der ganzen Welt Kirchenglocken läuten (10 bis 15 Minuten ab 15 Uhr 00). Als Weckruf. Für die Erhaltung der Welt, so wie wir sie kennen.

Bundi/Kamber, brotfueralle.ch

epd-Meldung vom 11. Dezember 2009 >>>


Barbara Schenck
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
Aufruf: Am 3. Advent soll es in den Gemeinden ums Klima gehen

Anlässlich der Weltklimakonferenz in Kopenhagen sollen in den Gemeinden der Evangelischen Kirche im Rheinland am dritten Adventssonntag, 13. Dezember 2009, Andachten stattfinden und Fürbittgebete gehalten werden. Dazu ruft Präses Nikolaus Schneider in einem Brief auf.
 

Nach oben    E-Mail