Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Schätze zum Glänzen bringen. Der Kirchliche Fernunterricht 1960–2010

58 Beiträge zu Geschichte und Gegenwart des KFU, einer Ausbildung für den Dienst als Prädikantin / als Prädikant

herausgegeben von Magdalene L. Frettlöh und Achim Detmers

Der Kirchliche Fernunterricht (KFU) wurde 1960 gegründet als Reaktion auf die Kirchenpolitik der DDR: Die Kirchen wurden zunehmend aus der Bildungsarbeit zurückgedrängt, das Studium der Theologie war zahlreichen Reglementierungen unterworfen, ein Mangel an Theologiestudierenden und theologisch gebildeten Gemeindegliedern zeichnete sich ab. In dieser Situation entschloss sich die Kirchenleitung der Kirchenprovinz Sachsen, ein gemeindebegleitetes Studium einzurichten. Nacheinander schlossen sich alle östlichen Landeskirchen sowie die Evangelische Kirche der Union (EKU) dem Fernunterricht an. Trotz der besonderen geschichtlichen Herausforderungen konnte sich der KFU in den zurückliegenden Jahrzehnten etablieren und ist heute im Raum der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ein Vorzeigeprojekt für die Qualifizierung ehrenamtlicher Gemeindeglieder. Der KFU bereitet auf den Dienst als Prädikant oder Prädikantin vor und ist ein Bildungsangebot für theologisch Interessierte aus allen Gliedkirchen der EKD.

Die in diesem Band versammelten Beiträge zum 50jährigen Bestehen geben Einblicke in die Geschichte und Konzeption des KFU und widmen sich aktuellen Fragen der PrädikantInnenausbildung. DozentInnen, MentorInnen, AbsolventInnen und Verantwortliche aus den Landeskirchen reflektieren ihre Erfahrungen mit der Bildungsarbeit des KFU.

Dr. Achim Detmers ist Pfarrer der Evangelischen Landeskirche Anhalts sowie Dozent für Kirchengeschichte und Studienleiter beim Kirchlichen Fernunterricht der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM)

PD Dr. Magdalene L. Frettlöh ist Rektorin des Kirchlichen Fernunterrichts der EKM und Privatdozentin für Systematische Theologie an der Evangelisch-theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum.

Achim Detmers und Magdalene L. Frettlöh (Hgg.),
Schätze zum Glänzen bringen. Der Kirchliche Fernunterricht 1960–2010.
Evangelische Theologie für den ehrenamtlichen Verkündigungsdienst und die alltägliche Kommunikation des Glaubens.

Der Band erscheint am 4. September 2010 bei der Evangelischen Verlagsanstalt in Leipzig, hat 432 Seiten sowie 43 Abb. und kostet 29,80 €.

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Predigten und andere WortGaben aus dem Kirchlichen Fernunterricht

Ein Buchtipp
Evangelische Theologie fürs Ehrenamt – Ausbildung zur Prädikantin / zum Prädikanten

Ein Studienangebot der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland für alle, die sich auf den ehrenamtlichen Dienst der freien Wortverkündigung vorbereiten möchten.
Ein halbes Jahrhundert Kirchlicher Fernunterricht (KFU): 1960 - 2010

Am 4. und 5. September 2010 feiert der KFU im Zinzendorfhaus in Neudietendorf sein 50jähriges Bestehen.
 

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