Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

EKiR: Menschen auf das Gottesgeschenk der Taufe neugierig machen

Rheinische Vizepräses kündigt ''Jahr der Taufe 2011'' an

Rheinische Vizepräses Petra Bosse-Huber

Die Taufe ist ein Schwerpunktthema der Evangelischen Kirche im Rheinland für das kommende Jahr: „Menschen sollen neugierig gemacht werden auf das Gottesgeschenk, das die Taufe bedeutet. Familien sollen ermutigt werden, ihre Kinder taufen zu lassen. Gerade Alleinerziehende, die ihre Kinder oft nicht taufen lassen, weil sie kein Geld für eine Tauffeier haben, wollen wir in den Blick nehmen“, unterstrich Petra Bosse-Huber, Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland, am Montagabend (29. November) vor Journalistinnen und Journalisten in der Düsseldorfer Johanneskirche.

„Wenn ich gefragt werde, was Gott in der Taufe schenkt, formuliere ich es so: Gott hat dir zugesagt, dass er dich liebt und immer an dieser Liebe festhalten wird, komme, was da wolle“, erläuterte die Theologin: „Du bist befreit aus Verstrickungen, die dir das Leben unmöglich machen könnten – und es gibt bei allem, was an dir zutiefst menschlich und auch fehlerhaft ist, nichts, was dich für immer aus der Gemeinschaft mit Gott und mit anderen Menschen ausschließen würde. Gewalt, Hass, Krankheit und Leid sind Realitäten dieser Welt, aber der wahre Kern in diesem Leben (und danach) sind die Liebe Gottes und seine Gerechtigkeit.“ Für den Reformator Martin Luther bedeutete der Satz „Ich bin getauft“ Stärkung und Trost.

Ob heute viele Menschen Stärkung und Trost aus diesem Satz ziehen? Da ist Vizepräses Bosse-Huber skeptisch: „Vielleicht nicht. Genau deswegen feiern wir 2011 als ,Jahr der Taufe’.“ Um die Taufe neu ins Gespräch zu bringen, wird es in der rheinischen Kirche zwischen Emmerich und Saarbrücken auch Projekte für die Arbeit mit Jugendlichen, Gemeindeseminare für Erwachsene und – bislang eher selten in der rheinischen Kirche – große Tauf- und Tauferinnerungsgottesdienste geben.

Im Jahr 2009 wurden fast 21.000 Menschen getauft

Im Jahr 2009 wurden in der rheinischen Kirche 20.981 Menschen getauft, darunter 2.020 Erwachsene. Das entspricht 7,3 Taufen pro 1.000 Gemeindeglieder. Zehn Jahre zuvor waren es 28.327 Taufen, davon 2.245 Erwachsene; 9,2 Taufen pro 1.000 Gemeindeglieder. Noch ein paar Daten aus der Statistik früherer Jahre:
1989: 32.512 / 1.509 / 9,9; 1979: 26.819 / 1.073 / 7,4; 1969: 49.146 / 526 / 12,5.

zum Bericht mit Fotos von Anna Neumann auf www.ekir.de >>>

Jahr der Taufe 2011 >>>


Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 29.11.2010
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