Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Musikreihe ''366+1, Kirche klingt 2012''

Nikolaus Schneider: ''Projekt der Vernetzung und Mobilisierung''

Logo ''366+1, Kirche klingt 2012''

EKD. In wenigen Wochen, am 1. Januar 2012, beginnt das Musikprojekt „366+1, Kirche klingt 2012“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Dann nimmt anlässlich des Themenjahres „Reformation und Musik“ an jedem Tag eine Reihe von insgesamt 367 Konzerten und Musikgottesdiensten ihren Lauf durch Deutschland – beginnend am Neujahrstag in Augsburg und endend am 31. Dezember 2012 im sächsischen Zittau.

Der Vorsitzende des Rates der EKD, Präses Nikolaus Schneider, würdigte die bevorstehende Aktion heute in Hannover als ein „wichtiges Projekt der Vernetzung und Mobilisierung“ im Hinblick auf das Reformationsjubiläum im Jahre 2017. Es sei besonders erfreulich, dass das Projekt „366+1, Kirche klingt 2012“ alle Gliedkirchen der EKD einbeziehe. In der Kirchenmusik fänden viele Menschen einen „ersten oder einen neuen Kontakt zur Kirche“. Sie sei eine wichtige Verbindung zu vielen Menschen, „auch zu denen, die heute nicht mehr selbstverständlich kirchlich sozialisiert sind“, so Schneider, und weiter: „Musik ist immer auch Verkündigung, weil sie die frohe Botschaft erklingen lässt und noch einmal anders erfahrbar macht.“

Der Ratsvorsitzende dankte ausdrücklich dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur- und Medien, Staatsminister Bernd Neumann, der das Projekt „366+1, Kirche klingt 2012“ mit 465.000 Euro fördert und damit die Hälfte aller Kosten trägt. Schneider dankte auch dem Kulturbüro der EKD in Berlin für die Konzeption und die Unterstützung bei der Durchführung. Es sei „wichtig und wertvoll“, dass alle Veranstaltungen auch inhaltlich direkt miteinander in Verbindung stünden.

Die Kulturbeauftragte des Rates der EKD, Petra Bahr, erläuterte das Konzept der Verknüpfung der Veranstaltungen. Diese seien durch eine Chronik, ein großes Buch, das alle Konzerte begleite und täglich von Veranstalter zu Veranstalter weiter gegeben und mit Texten und Bildern gefüllt werde, auf ganz elementare Weise miteinander verbunden – so die Kulturbeauftragte heute in Berlin. Die besondere ideelle Vernetzung stelle darüber hinaus die eigens für dieses Jahr zusammengestellten Leit-Lieder dar, die jeweils eine Woche lang an den verschiedenen Orten als Chorsatz, Bläserstück, Orgelimprovisation, Jazz-Bearbeitung und Ähnliches erklingen. Eigens dafür habe die EKD gemeinsam mit dem Bärenreiter-Verlag Kassel ein Chorbuch herausgegeben – „Frau Musica spricht … Chorbuch Reformation“ – in dem 212 Sätze dieser Leit-Lieder gesammelt sind. Über 70 davon seien, so die Kulturbeauftragte, eigens dafür neu komponiert worden.

Eine Besonderheit der Konzertreihe im Rahmen des Schaltjahres 2012 ist das Konzert „+1“, das in der Osternacht erklingt und die christliche Osterbotschaft in die Welt trägt. Am Ostersonntag, dem 8. April 2012, finden deshalb zwei Veranstaltungen des Projektes statt, ansonsten an jedem Tag des Jahres eine.

Petra Bahr verwies mit besonderem Dank auf die aktive Beteiligung der Kirchenmusiker in allen Gliedkirchen in der Vorbereitung, insbesondere der sogenannten „Wochenmanager“, die wesentlich dazu beigetragen haben, dass es ein geschlossenes Band durch das gesamte Jahr, alle Gliedkirchen und alle Bundesländer geben werde.

Hannover, 25. November 2011
Pressestelle der EKD
Reinhard Mawick

www.luther2017.de
Offizielle Seite zur Lutherdekade und zum Reformationsjubiläum

www.ekd-366plus1.de
Kirche klingt - Themenjahr "Reformation und Musik" 2012

kultur.ekd.de
Büro der Kulturbeauftragten des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland - EKD

www.kulturstaatsminister.de
Beauftragter für Kultur und Medien der Bundesregierung

www.baerenreiter.com
Bärenreiter-Verlag Karl Vötterle GmbH & Co. KG

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