Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Themenjahr Kirchenmusik: Predigen mit einer anderen Stimme - Termine im Rheinland

Bosse-Huber: Wie sich der Soundtrack des Lebens speist

Auch in der Evangelischen Kirche im Rheinland wird das Jahr 2012 im Rahmen der Reformationsdekade wie in allen Landeskirchen der EKD als Jahr der Musik begangen.

Die Bedeutung von Musik für den Ausdruck von Gefühlen wie auch zur Verkündigung des Evangeliums unterstrich Vizepräses Petra Bosse-Huber am Montagabend (28.11.2011) vor Journalistinnen und Journalisten in Düsseldorf. Jeder Mensch könne wohl Musikstücke oder Lieder nennen, die ihn in vielen Situationen begleitet haben. Der „Soundtrack eines Lebens“ speise sich aus klassischer Musik, aus Liedern von Rockbands oder Schlagerstars. Für Christinnen und Christen kommen noch Stücke der Kirchenmusik dazu – von den Chorälen des Gesangbuchs bis zu den Hits vom letzten Kirchentag.

„Wir brauchen diesen Lebens-Soundtrack, weil er uns daran erinnert, wer wir waren und wer wir sein wollen“, sagte Petra Bosse-Huber. „Wir brauchen ihn aber auch zur Unterstützung auf unseren Lebenswegen. Gerade Kirchenlieder transportieren oft die Botschaften von Dank und Freude, aber auch von Angst, Bedrängnis und Bitte um Errettung aus schweren Zeiten.“

Kirchenmusik verkündige die Botschaft des Evangeliums auf eine andere Weise, mit einer anderen Stimme. „Viele Menschen werden durch die ‚musikalische Predigt’ tiefer angesprochen als durch das gesprochene Wort.“ In der Reformationszeit sei die Botschaft der Reformatoren oft durch Lieder transportiert worden – mit neuen Melodien oder theologischen Texten auf bekannte Gassenhauer. „Heute geht es in der evangelischen Kirche darum, zum Einen die Tradition zu bewahren, die ein reicher Glaubens- und Kulturschatz ist“, sagte Petra Bosse-Huber.

„Zum Anderen soll das, was für Menschen im Glauben wichtig ist, musikalisch so formuliert werden, dass zum Beispiel auch Jugendliche in Gottesdiensten Lieblingslieder finden können.“ Das sei das Ziel des Themenjahres „Musik“ für die Reformationsdekade 2012: Das Verhältnis von „Reformation und Musik“ solle untersucht und gefeiert werden.

Termine der EKIR zum Jahr der Kirchenmusik

Das ganze Jahr hindurch: Kirchenmusikalische Stafette in allen Kirchenkreisen

Die EKD-Stafette mit 366+1 Konzerten kommt am 4. März in Saarbrücken ins Rheinland und verlässt es wieder nach dem 17. März in Koblenz. Zwei Wochen lang verflechten sich die EKD- und die landeskirchliche Stafette, die im ganzen Jahr 2012 alle 38 Kirchenkreise der Evangelischen Kirche im Rheinland durchläuft. Sie beginnt am Neujahrstag in der Lutherkirche Solingen mit einem festlichen Eröffnungsgottesdienst zu dem Lied „Nun freut euch, lieben Christen g’mein“. Von Januar bis Dezember gestalten die Kirchenkreise kirchenmusikalische Aktivitäten, wobei das Thema S!NGEN den Hauptakzent tragen soll. Die Stafettenübergabe zwischen dem vorausgehenden und dem anschließenden Kirchenkreis soll Anlass zur Begegnung und musikalischen Partnerschaft zwischen den jeweiligen Gemeinden bzw. Kirchenkreisen sein.

Am 11. Januar: „Nacht der Klänge“ bei der Landessynode 2012

Die rheinische Landessynode wird im Jahr der Kirchenmusik von Anfang bis Ende eine besonders singende und klingende Synode sein. Höhepunkt ist eine „Nacht der Klänge“ am 11. Januar ab 22.22 Uhr in der Martin-Luther-Kirche Bad Neuenahr.

Am 29. Januar: „Akustische Epiphanie“ überall in der Landeskirche

Der Ausschuss für Gottesdienst und Kirchenmusik der Evangelischen Kirche im Rheinland hat für den Letzten Sonntag nach Epiphanias, den 29. Januar, Vorschläge für einen überall in der Landeskirche zu feiernden Sing-Gottesdienst erarbeitet: S!NGEN. Der Gottesdienst will erleben lassen, wie Gottes Gegenwart der Welt nicht nur „einen neuen Schein“, sondern auch „einen neuen Klang“ gibt. Das Heft mit den Vorschlägen für die Gottesdienstgestaltung wurde an alle Gemeinden versandt und kann auch als Download bezogen werden: www.gottesdienst-ekir.de

Am 12. Februar: Pop-Oratorium „Die 10 Gebote“ in Düsseldorf

Das von der EKD wie von der Evangelischen Kirche im Rheinland geförderte Großprojekt findet im ISS-Dome in Düsseldorf statt. Veranstalterin ist die Creative Kirche Witten.

Am 20. April: Symposium „Komponieren als Dialog mit Gott“ in Köln

Das Symposium findet in Kooperation des Deutschlandfunks, der Musikhochschule Köln, des Erzbistums Köln und der Evangelischen Kirche im Rheinland statt.

Am 21. April: S!NGEN & mehr im Haus Gottesdienst und Kirchenmusik

Die gottesdienstlichen Arbeitsstellen und kirchenmusikalischen Verbände laden ins Theologische Zentrum Wuppertal ein. Vielseitige aktuelle Workshop-Angebote wollen den Mitarbeitenden von Gottesdienst und Kirchenmusik neue Ideen und Impulse geben.

Vom 1. bis zum 3. Juni: VI. Internationaler Gospelkirchentag in Dortmund

Der Gospelkirchentag in der Dortmunder Westfalenhalle wird gemeinsam von fünf Landeskirchen veranstaltet: Hessen-Nassau, Kurhessen-Waldeck, Lippe, Rheinland und Westfalen.

Im Oktober: Improvisationswettbewerb für Orgel in Düsseldorf

Im Rahmen des Internationalen Düsseldorfer Orgelfestivals (IDO) wird dieser Wettbewerb gemeinsam mit der Konferenz der Landeskirchenmusikdirektoren und den kirchenmusikalischen Ausbildungsstätten in Deutschland durchgeführt. Er wendet sich an Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker in den ersten Amtsjahren und ist der Improvisation im Gottesdienst gewidmet. Besonderes Ohrenmerk gilt stimmigen liturgischen Abläufen und zeitgemäßen Improvisationsformen zum Neuen Geistlichen Lied.

Vom 15. bis zum 21. Oktober: Pastoralkolleg „Der Gottesdienst und wir selbst“

Gemeinsame Kollegwochen von rheinischen und westfälischen Pfarrerinnen und Pfarrer und Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker haben schon eine kleine Tradition. An Stätten der Reformation geht es um „Kollegialität, Qualität und Spiritualität“ in der gottesdienstlichen Arbeit, bei der Kantorinnen und Organisten, Predigerinnen und Liturgen zusammenwirken.

… und schon 2011 und noch 2013: Werkbuch S!NGEN 2012

„S!NGEN – jede Stimme zählt“ lautet das Programm. Das Werkbuch enthält zahlreiche praxisbezogene Ideen zum Singen in unseren Kirchengemeinden, dazu fachliche und didaktische Hinweise für deren Umsetzung. Das Werkbuch wird Anfang Dezember 2011 an alle Kirchengemeinden verschickt – mit der Bitte, es denen zuzuleiten, die sich in den Gemeinden mit dem Singen beschäftigen oder künftig beschäftigen möchten. 


November 2011
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