Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

''Gott spricht viele Sprachen und eine seiner liebsten ist die Musik''

Vizepräses Bosse-Huber predigt zum Auftakt der Musikstafette an Neujahr in Solingen

Auf die heilsame und Gemeinschaft stiftende Wirkung der Musik hat Petra Bosse-Huber, Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland, in ihrer Neujahrspredigt hingewiesen: „Wenn du dich einsam und verlassen fühlst, dann sing dich in die Gemeinschaft hinein. In die Gemeinschaft mit Gott und mit anderen Menschen“, sagte die Theologin in ihrer Predigt am Neujahrstag in der Lutherkirche in Solingen.

„Wenn dir das Evangelium abhanden kommt, dann suche es auch in der Musik und lass Dich dort von Gott finden und aufrichten. Gott spricht viele Sprachen und eine seiner liebsten ist die Musik“, erklärte die rheinische Vizepräses am Beispiel des Martin-Luther-Liedes „Nun freut euch, lieben Christen g’mein“ aus dem Evangelischen Gesangbuch (Predigtmanuskript >>>).

Mit dem Neujahrsgottesdienst in Solingen startet die Musikstafette in der Evangelischen Kirche im Rheinland: Jeweils eine Woche lang bleibt die Musikalische Stafette in einem der 38 Kirchenkreise, der in dieser Zeit mit besonderen Konzerten, Singkreisen, Andachten und anderen musikalischen Ereignissen lockt. Dann wandert sie zum nächsten. Die Rolle des Staffelstabes übernimmt dabei ein großer Buchumschlag, in dem nach und nach alle Konzertprogramme zu einer Chronik gesammelt werden. „Zum Themenjahr ,Reformation und Musik’ in der Reformationsdekade wollen wir die Kirchenmusik im Rheinland so darstellen, dass die stilistische Vielfalt und die örtlichen Stärken zur Geltung kommen“, sagt Ulrich Cyganek, Landeskirchenmusikdirektor der Evangelischen Kirche im Rheinland, „das schien uns kennzeichnender für unsere Arbeit als es eine zentrale Großveranstaltung wäre.“

Bunt und vielfältig sind denn auch die Stafetten-Stationen im Rheinland: von der großen Oratorien-Aufführung zur Orgelführung für Kinder, von der modernen Vesper bis zur öffentlichen Chorprobe. Überhaupt wird viel gesungen im kommenden Jahr, denn 2012 ist auch das Jahr der Initiative „S!ingen – jede Stimme zählt“, mit der die Freude am Gesang gefördert werden soll.


Pressemeldung der EKiR, 1. Januar 2012

Predigtmanuskript von Vizepräses Petra Bosse-Huber.pdf

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