Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Kirche und Zivilgesellschaft - herausgefordert vom 'gerechten Frieden'

von Lothar Brock

Die Denkfigur des "gerechten Friedens" hat die EKD 2007 in ihrer Friedensdenkschrift der Lehre vom "gerechten Krieg" entgegengestellt. Die Rede vom "gerechten Frieden" grenzt sich gegenüber einem "ungerechten Frieden" ab. Ungerechtigkeit kann aber ihrerseits einen moralischen Grund für Widerstand und Krieg bieten. "Handelt es sich bei der Denkfigur des gerechten Friedens letztlich also doch nur um die alte Lehre vom gerechten Krieg in einer weniger anstößigen Sprache?" - "Ja und Nein" meint der Friedensforscher Dr. Lothar Brock, Professor für Politologie in Frankfurt/M..

Lothar Brock: ''Kirche und Zivilgesellschaft - herausgefordert vom 'gerechten Frieden''
(Dezember 2011).pdf

Prof. Dr. Lothar Brock hielt den auf reformiert-info veröffentlichten Vortrag am 2. Dezember 2011 im Zentrum für Ökumene, Frankfurt/M. zur >>> Verabschiedung von "Friedenspfarrerin" Mechthild Gunkel.

zur Person:

Prof. Dr. Lothar Brock ist
Forschungsprofessor an der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, HSFK (seit 2005);
Lehrender am Institut für Politikwissenschaft des Fachbereiches Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität (seit 2004);
Inhaber einer Professur für Politologie am Institut für Politikwissenschaft (1980 bis 2004);
Forschungsgruppenleiter an der HSFK (1981-2005), seit 2005 Mitglied der Forschungsgruppe "Demokratisierung und der innergesellschaftliche Frieden".

>>> Friedensdenkschrift der EKD (2007)

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Gerechter Friede - Gottes Friede - Friedensverantwortung der Kirche

 

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