Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Predigt der Auferstehung - von der Auferweckung Jesu Christi erzählen

Zitate zu Ostern

Foto (gedreht): St. Berghäuser / sxc.hu

Scham

„Man schämt sich tief, wenn man sich vor Augen hält, wie kümmerlich wenig wir mit diesem ‚Jesus Christus ist auferstanden’, mit der Osterbotschaft also, anzufangen wissen. Man schämt sich für sich selbst, wie wenig man doch dieser Botschaft gewachsen ist: mit dem Kopf nicht und mit dem Herzen und Gewissen erst recht nicht und mit seinem Leben schon gar nicht."

Karl Barth in einer Osterpredigt 1947

Auf skandalöse Weise ehrlich über die Kirche reden

Die Predigt der Auferstehung könne an dem Punkt ansetzen, dass die christliche Gemeinschaft korrumpiert sei, schreibt Karsten Dittmann in seinem Weblog homilia.de. Er zitiert aus David Buttricks Essay "The Church and Resurrection":
“Wenn wir heutzutage die Realität der Auferstehung predigen, müssen wir anfangen, auf eine skandalöse Weise ehrlich über die Kirche zu reden.”

"Mit dem Kopf allein kann man keinen überzeugen"

"Das Sympathische an den Erzählungen in der Bibel ist, dass sie dem Leser die Entscheidung oft selbst überlassen. Ist da etwas dran an diesem Jesus, der tot war und wieder lebendig zu sein scheint? Die Autoren wissen: Mit dem Kopf allein kann man keinen überzeugen. Nur wer selbst erlebt, wie sich ein Leben an der Seite Jesu verändern kann, bekommt einen Glauben geschenkt, der in allen Krisen trägt.
Ostern mit der "unglaublichen" Behauptung der Auferstehung ist jeden Tag. Jeden Tag nämlich stehen Predigerinnen und Prediger auf den Friedhöfen und müssen Rechenschaft ablegen für ihre Überzeugung, dass das Leben mit dem Tod nicht endet, sondern sich in neues Leben verwandelt. Wer da anfängt und naturwissenschaftlich erklären will, wie Tote wieder lebendig werden, macht sich schnell zum Gespött."

Ingo Schütz,
evangelischer Pfarrer im Taunus auf evangelisch.de: Ein unglaublicher Auftrag: Auferstehung predigen (2011)

"Christen sind Protestleute"

„Christen sind Protestleute gegen den Tod in all seinen Varianten. Sie bieten der Bedeutungslosigkeit, ... der Feindseligkeit, der Feigheit, der Inhumanität ... die Stirn. Gegen alles anzustürmen, was klein, hässlich und verzagt macht, das ist ihre Aufgabe. Das ist meine Aufgabe.“

Sabine Rückert, Journalistin in ihrem Beitrag "Warum ich daran glaube" für die "ZEIT" (2009),
zitiert nach einer
Predigt von Pfr. Dr. Ulrich Schmidt, Ostermontag 2009 

"Frühlingsgefühle und Auferstehung"

"Das Erwachen der Natur mischt sich mit dem Erwachen des Christus.
Die Befreiung von dem Zwang, das Höhere vom Niederen, den Gottesdienst vom Waldspaziergang, GOTT vom Körper der Welt zu trennen, ist selbst eine Auferstehung."

Ina Prätorius,
Ich glaube an Gott und so weiter ... Eine Auslegung des Glaubensbekenntnisses, Gütersloh 2011, 113

Haarscharf neben die Fakten schauen

"Wer aber haarscharf neben die Fakten schaut, der erblickt hier und da die neue Welt Gottes:

-Todtrauriges Dasein verwandelt sich in Lebensmut.
-Fröhlichkeit und Freude erobern ihre Plätze zurück.
-Sorgenvolles weicht dem Mühsamen
-Leben hat wieder eine Chance.
-Ausweglosigkeit war gestern."

Knut Dahl, Pfarrer in Meckenheim in einer Osterpredigt 2011 zu Mth 28,1-10

 


bs, März 2012
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
Leeres Grab, Auferweckung, Auferstehung - Predigten und andere Texte, von Johannes Calvin bis heute

Leeres Grab, Auferweckung, Auferstehung - Texte, von Johannes Calvin bis heute

Leeres Grab, Auferweckung, Auferstehung - Texte, von Johannes Calvin bis heute

 

Nach oben    E-Mail