Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

„Kirche klingt“ ist in Westfalen angekommen

Eine Konzertreihe wandert ein Jahr lang durch ganz Deutschland

Siegen war die dritte westfälische Station von "366+1". In der Martinikirche übernahm der Leiter des Bach-Chores Siegen, Kirchenmusikdirektor Ulrich Stötzel (links) die Chronik von seinem Kollegen aus Soest, Bezirkskantor Johann-Albrecht Michael. Es musizierten die Sopranistin Anastasia Anastasakis und Peter Scholl an der Orgel. Foto: Dr. Knut Lohmann.

WESTFALEN - Am Ostersonntag war der Auftakt in Meschede. Seitdem hat die Konzertreihe „366+1: Kirche klingt 2012“ mit Soest (9.4.), Siegen (10.4.) und Iserlohn (11.4.) weitere westfälische Stationen durchlaufen. Sie dauert ein Jahr und wandert durch ganz Deutschland: Im Jahr der Kirchenmusik 2012 klingt die evangelische Kirche täglich. Das Projekt der Evangelischen Kirche in Deutschland ist noch bis 28. April in Westfalen unterwegs.

Unter dem Motto „Gottesklang“ steht das Jahr 2012 in der Evangelischen Kirche von Westfalen ganz im Zeichen der Musik. „366+1“ verbindet deutschlandweit zahlreiche Komponisten und Kantoreien. So zieht sich durch die 366 Tage des Schaltjahres 2012 ein im Domino-Prinzip verbundenes Band von Konzerten, Gottesdiensten und Soiréen in offenen Kirchen durch alle Landeskirchen. Dabei kommen alle Stile und Richtungen zum Zuge, professionelle Ensembles ebenso wie einfache Kirchenchöre.

Von Meschede nach Bielefeld

An Ostern wurde in Meschede die Chronik dieses musikalischen Großprojekts von Landeskirchenmusikdirektor Ulrich Hirtzbruch in Empfang genommen. Dort erklang Johann Sebastian Bachs Kantate „Christ lag in Todes Banden“ mit dem Südwestfälischen Kammerchor. Trompete und Orgel musizierten in Soest, Sopran und Orgel in Siegen, in Iserlohn das Posaunenquartett „Quattromboni“ mit Werken von Händel, Gabrieli, Haydn und Bach.

Die musikalische Staffette wandert weiter durch große und kleine Städte des Ruhrgebiets und über Münster und Hamm nach Ostwestfalen, wo sie am 28. April in Bielefeld ihre letzte westfälische Station hat. Hier führen „Klangwege“ mit Chören und Bläsern von der Süsterkirche durch die Altstadt bis zur Neustädter Marienkirche. Dort steht eine Tanzperformance mit Chor, Orgel und Schlagzeug auf dem Programm. Abschluss nach Mitternacht bildet eine geistliche Meditation mit Präses Annette Kurschus. Danach übernimmt die Lippische Landeskirche den Staffelstab aus Westfalen.

Ein Bindeglied des Projektes sind die eigens dafür ausgewählten Leitlieder. Sie bilden die klingende Überschrift für je eine Woche und sind jeweils von Sonntag bis Samstag als Chorwerk, Bläserstück, an der Orgel oder auf andere Weise zu hören. Und warum 367 Konzerte an 366 Tagen? Das ist das Geheimnis Osterns: In der Osternacht erklang das Konzert +1, das die Osterbotschaft in die Welt trug.



Pressemeldung der EKvW, 12. April 2012
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