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Geschichte

Der »Dachverband« der Reformierten

Organisation

Der Reformierte Bund - Eine Einführung

Seit April 2014 ist der „Reformierte Bund in der EKD“ als Körperschaft des öffentlichen Rechts (KdöR) der neu gegründete „Dachverband“ der etwa eineinhalb Millionen reformierten Christinnen und Christen unter den ca. 24 Millionen Evangelischen in Deutschland. Mitglieder sind die Ev.-reformierte Kirche, die Lippische Landeskirche sowie der Reformierte Bund e.V.. Letzterer bringt etwa 350 Gemeinden, Gemeindeverbände (Synoden) und Kirchen sowie etwa 600 Einzelmitglieder in den Dachverband ein. Der Reformierte Bund als Verein und als KdöR „teilen“ sich den Generalsekretär als ihren Geschäftsführer und den ehrenamtlich bestellten Vorsitzenden, den Moderator. Der Reformierte Bund hat seinen Sitz in Hannover. Während die anderen Evangelischen in Deutschland sich im wesentlichen auf die Wittenberger Reformation Martin Luthers gründen, gehen die Reformierten auf die oberdeutsch-schweizerische Reformation zurück. Zu nennen sind hier die Reformatoren: Huldrych Zwingli, Heinrich Bullinger, Guillaume Farel, Johannes Calvin, Théodore de Bèze und Martin Bucer.

Geschichte

Minderheiten haben es immer schwer. Sie haben Sorge um ihren »Bestand«: Wie geht es weiter – mit ihrer Tradition, mit ihren Eigenarten, mit ihren Vorstellungen?

Die Reformierten waren und sind immer noch eine Minderheit in Deutschland, wie die Zahlen es ausweisen. Damit sie nicht untergingen, gründeten die Vorväter und -mütter der heutigen Reformierten schon 1884 den Reformierten Bund. Ein Zusammenschluss sollte es werden, »die Gaben zu pflegen, welche unserer Kirche von dem Herrn anvertraut sind, und ein engeres Band der Gemeinschaft unter uns zu knüpfen, und glauben wir, dass wir bei der Wahrung und Pflege dessen, was wir empfangen haben, den Brüdern (die Schwestern glaubte man damals noch ›mitmeinen‹ zu können!) anderen evangelischen Bekenntnisses besser dienen und das Band des Friedens mit ihnen inniger halten können, als bei dem Aufgeben der uns anvertrauten Güter«. So hieß es im Gründungsaufruf, der in der Reformierten Kirchenzeitung, die es schon seit 1851 gab, veröffentlicht wurde. Heute ist der Reformierte Bund so etwas wie der »Dachverband« der Reformierten in der Bundesrepublik Deutschland geworden. Geleitet wird er von der alle zwei Jahren stattfindenden Hauptversammlung und in der Zwischenzeit von seinem Vorstand, dem Moderamen. Der Vorsitzende heißt dementsprechend Moderator. Das Moderamen hat 24 Mitglieder, von denen 12 von der Hauptversammlung gewählt werden; 9 werden von den beteiligten Kirchen entsandt und 3 vom Moderamen berufen.

Die zwei reformierten Gliedkirchen in der EKD sind Mitglied des Reformierten Bundes e.V., die Evangelisch-reformierte Kirche und die Lippische Landeskirche (zu der auch eine lutherische »Klasse« gehört). Weitere Mitglieder sind der Bund Evangelisch-reformierter Kirchen in der Bundesrepublik Deutschland und die Evangelisch-altreformierte Kirche in Niedersachsen (deren Gemeinden im Raum Ostfriesland und in der Grafschaft Bentheim liegen und die mit den Gereformeerde Kerken in den Niederlanden verbunden sind). Zu den unierten Kirchen, die dem Reformierten Bund verbunden sind, gehören die Ev. Kirche im Rheinland, die Ev. Kirche von Westfalen, die Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck, die Ev. Kirche von Hessen und Nassau sowie die Bremische Evangelische Kirche.

Der »Sitz« des Reformierten Bundes ist Hannover, dort hat er seine Geschäftsstelle, dort ist sein Geschäftsführer, der »Generalsekretär« Pfr. Dr. Achim Detmers, zu erreichen.