Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Bekenntnisse

Nach reformiertem Verständnis ist der Glaube immer wieder neu herausgefordert zu sagen, was Sache ist.

Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) eröffnet die Vernehmlassung zum „Werkbuch Bekenntnis“.
Erstmals diskutiert damit die gesamte reformierte Schweiz über landesweit gemeinsame Referenztexte, so SEK-Präsident Thomas Wipf.

Medienmitteilung des SEK
von Michel Bollag, Zürich
Im Jubiläumsjahr 2013 denken reformierte Christen intensiv über ihren "Heidelberger" als Bekenntnis nach. Anlass genug für Aleida Siller, den Dozenten und Co-Leiter des Zürcher Lehrhauses, Michel Bollag, zu bitten, über die Bedeutung des Glaubensbekenntnisses in jüdischer Tradition zu schreiben. Die Einhaltung der Gebote der Tora, also eine religiöse Praxis charakterisiere das Judentum als eine Religion des Tuns, betont Bollag in seinem Beitrag. Es sei aber "zu plakativ" und " damit auch falsch", zu behaupten, das Judentum kenne keine Dogmen. Es gebe auch im Judentum "Versuche", "Fundamente" der Religion als "verbindliche Glaubenswahrheiten zu formulieren".

bs, 30. Januar 2013
Eine historische Erläuterung. Von Prof. Dr. Martin Hein
Eine gemeinsame Evangelische Kirche in Deutschland sei als "Kirche" möglich, so Martin Hein, Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Die "historisch gewachsene konfessionelle Prägung von Gemeinden und EKD-Gliedkirchen" will Hein aber nicht nivellieren. Seine Vision: "Die Leuenberger Konkordie wird in den Passagen, die sich zu den konfessionellen Differenzen äußern und diese explizit (!) überwinden, zur gemeinsamen Bekenntnisgrundlage der EKD."

April 2013
Erinnerung an die ''Elberfelder Thesen'', achtzehn reformierte Grundsätze zum Aufbau der Deutschen Evangelischen Kirche
"Ein den örtlichen Kirchen (Gemeinden) übergeordnetes, angeblich mit besonderer geistlicher Vollmacht und Autorität ausgestattetes Amt der Kirche, heiße es, wie es wolle, hat weder Auftrag noch Verheißung."
Ein Konfirmand findet beeindruckende Worte des Bekennens
Im Konfirmandenunterricht fällt der 13-jährige Jan Stobbe durch seine geistreichen Antworten auf. Am Tag der Konfirmation trägt er sein eigenes Bekenntnis vor. Pfarrerin Inga Witthöft hat ihn dazu animiert.

Inga Witthöft / Georg Rieger
www.evangelische-bekenntnisse.de
Die Evangelische Kirche von Westfalen hat in Kooperation mit dem Luther-Verlag die beiden von Rudolf Mau herausgegebenen Bände "Evangelische Bekenntnisse" im Internet verfügbar gemacht.
30 Jahre Bekenntnis von Belhar (1986-2016)
Texte und Anregungen für Unterricht und Gottesdienst, hrsg. von der Evangelisch-reformierten Kirche, der Lippischen Landeskirche und dem Reformierten Bund - zum kostenlosen Download und als gedruckte Broschüre

Für das Recht streiten. 30 Jahre Bekenntnis von Belhar.pdf
Neuübersetzung (2016) des Belhar-Bekenntnisses.doc
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