Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Jesus Christus

Allein Christus - nicht die Kirche - hat Autorität

Ichthys - das griechische Wort für Fisch ist ein Akrostichon für: Jesus Christus, Sohn Gottes, Retter.

Der Glaube an Jesus Christus ist das verbindende Element aller christlichen Kirchen und Glaubensgemeinschaften - aber auch die Frage, an der sich die größten Unterschiede auf tun.

Wie auch zu keiner anderen theologischen Frage, gibt es bezüglich des Glaubens an Jesus Christus keine reformierte Lehrmeinung, die verbindlichen Charakter hätte. Wohl aber Tendenzen, die ein reformiertes Profil zeigen und Auswirkungen auf ganz praktische Fragen haben. Hier ein erster Einblick in Antworten auf die Frage: Wer war Jesus von Nazareth und wer ist Jesus Christus für uns heute?

 

 

 

Der "irdische" Mensch Jesus, sein Leben und Wirken

Jesus Christus: wahrer Mensch und wahrer Gott

Jesus Christ als Haupt der Kirche

Was Kirche ist, bestimmt Jesus Christus. Reformierte Tradition entfaltet die Lehre von der Kirche (Ekklesiologie) von der Christologie her. Hier liegt vielleicht der deutlichste Unterschied der reformierten Theologie - insbesondere im Gegensatz zur katholischen: "Solus Christus" - allein Christus und nicht die Kirche hat Autorität uns Menschen gegenüber. So betont es Calvin immer wieder. Dieser Grundsatz ist auch der Leitgedanke der Barmer Theologischen Erklärung. Keine Weihe, keine Tradition und schon gar nicht irgendeine Hierarchie kann Macht in der Kirche Jesus Christi beanspruchen.
Praktisch bedeutet das, dass alles, was in der Kirche passiert, sich an dem messen lassen muss, was Jesus Christus verkündet und gelebt hat und was sein Tod und seine Auferstehung uns Menschen vermittelt - die Gnade Gottes.
 

 


20.09.2007, Georg Rieger/Barbara Schenck
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