Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Der Jude als Verräter. Antijüdische Polemik und christliche Kunst

Eine Bröschüre zum Reformationsjahr Bild und Bibel

Mit dem Gemälde „Reformationsaltar“, begonnen von Lucas Cranach dem Älteren und fertig gestellt von seinem Sohn, befasst sich die Arbeitshilfe „Der Jude als Verräter. Antijüdische Polemik und christliche Kunst“. Erarbeitet haben sie Mitglieder des Ausschusses „Christen und Juden“ der Evangelischen Kirche im Rheinland gemeinsam mit der Dozentin für Kunstgeschichte Dr. Monika Lengelsen, die auch nebenamtliches Mitglied der rheinischen Kirchenleitung ist.

Zum Download:
www.ekir.de/www/downloads/ekir2014bild_bibel.pdf

Inhalt

HINTERGRUND: JUDAS, DER JÜNGER JESU, IN NEUTESTAMENTLICHEN

ÜBERLIEFERUNGEN UND IN DER ALTEN KIRCHE- Volker Haarmann

Judas in den Evangelien
Zeit der Kirchenväter: Judas als Prototyp „des Juden“
Aufnahme der antijüdischen Typologisierung von Judas in der Kunst

BILDBESCHREIBUNG:

JUDAS, DER CHRISTUSFEIND. ANSICHTEN ZUM

WITTENBERGER REFORMATIONSALTAR VON LUCAS CRANACH DEM ÄLTEREN- Monika Lengelsen

Luther und Cranach. Theologie und Malerei
Abendmahlsbilder in der christlichen Kunst
Motivik im „Reformationsaltar“ der Stadtkirche
Judas, der Jude und der Verräter
Der Reformator ins Bild gesetzt
Gemaltes Wort

HISTORISCHER KONTEXT: DIE SITUATION DER JUDEN ZUR ZEIT DES REFORMATIONSALTARS- Ulrike Schrader

Luther und Josel von Rosheim
Christliche Judenfeindschaft im Mittelalter
Judenfeindschaft in Humanismus und Reformation
Josel von Rosheim und Kaiser Karl V

RÄUMLICHER KONTEXT: DIE STADTKIRCHE UND DIE WITTENBERGER „JUDENSAU“- Elias H. Füllenbach O.P.

Luthers Bezugnahme auf die Wittenberger „Judensau“
Umgang mit der „Judensau“ heute

IMPULS FÜR EINE PREDIGT ÜBER DEN REFORMATIONSALTAR: DAS GIFT DES JUDENHASSES-

Sylvia Bukowski

Zusammengehörigkeit!?
Judas, der Jude
Überliefern
Das Gift des Judenhasses und Wege zur Erneuerung des christlich-jüdischen Verhältnisses

IMPULS FÜR DEN REFORMATIONSALTAR IN DER KONFIRMANDENARBEIT

UND IM RELIGIONSUNTERRICHT DER SEKUNDARSTUFE II- Christine Herling

Ziele/Kompetenzen für die Konfirmandenarbeit
Ziele/Kompetenzen für die Sekundarstufe II
Kernlehrplan für die gymnasiale Oberstufe, Kunst (NRW)
Mögliche Themenschwerpunkte für Sekundarstufe II

weitere Infos:
www.ekir.de/www/service/cranach-18165.php

Bestellung als gedruckte Broschüre:
tina.nahnsen@ekir-lka.de


bs, 26. November 2014
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Ein Kalender der Landeskirche Anhalts im Cranach-Jahr

Anlässlich des 500. Geburtstages von Lucas Cranach dem Jüngeren hat die Evangelische Landeskirche Anhalts einen Wochenkalender für das Jahr 2015 mit Abbildungen von Cranach-Gemälden in anhaltischen Kirchen herausgegeben.
 

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