(Weiter zurückliegende Links auf Nachrichten anderer Internetseiten funktionieren möglicherweise nicht mehr.)
 

Kurzmeldungen










Kindesmissbrauch in evangelischer und katholischer Kirche
Öffentliches Hearing der Aufarbeitungskommission


Asylstreit spitzt sich zu
Vor weichenstellenden Sitzungen der Unionsparteien zeichnet sich keine Einigung im Asylstreit ab


Public Viewing in Kirchen
Gema-Lizenzen werden gut nachgefragt


'Es ist gut, eine Auswahl zu haben'
Stimmen zur Kandidatur von Rita Famos (CH)


Streit um '70 Jahre Staat Israel'
Präses Manfred Rekowski verteidigt Stuhlmanns Essay




1 - 10 (401) > >>

Der reformierte Blick auf die Bilder. Gedanken zu einer theologischen Ästhetik

Von Andreas Mertin - in 10 Kapiteln auf reformiert-info

Kunstaustellung in der ursprünglich hugenottischen Karlskirche in Kassel während der documenta 2007.

Von Ulrich Zwingli, Johannes Calvin und Karl Barth geschult wirft Andreas Mertin einen reformierten Blick auf die Kunst von ihrem Anfang in steinzeitlichen Höhlen bis zur Gegenwart. Der Medienpädagoge und Ausstellungskurator nimmt das Bilderverbot als Kultbilderverbot ernst. Das zweite Gebot sei jedoch kein Kunstverbot.

überarbeitete Fassung der 10 Kapitel Ästhetik als PDF

Das Bilderverbot habe dementsprechend auch keine Relevanz für die imago-dei-Lehre, der Gottebenbildlichkeit des Menschen nach Genesis 1,26, so Mertin.
Am Beispiel der Niederlande zeigt er, wie der reformatorische Bildersturm die „Profanität der Künste und die Privatisierung der Kunstaneignung“ beschleunigte. Die „Andachtsfunktion“ der Bilder mit biblischen Motiven wich der „Unterhaltungsfunktion“ von Kunstwerken, die nicht explizit für Kirchen in Auftrag gegeben werden.
Nach seinem Durchgang durch die Kunstgeschichte im 21. Jahrhundert angekommen, sieht Mertin im Ausstellungskonzept des White Cube eine Chance auch für reformierte Kirchen Bilder in ihren Räumen auszustellen und plädiert für eine Ethik der Gastfreundschaft gegenüber der zeitgenössischen Kunst.
Die Geste des weißen Raums eröffne Menschen einen Frei-Raum. Sie können von der Mehrdeutigkeit eines Bildes lernen, „dass es eine Chance und Bereicherung sein kann, mehr als nur eine Verstehensmöglichkeit wahrzunehmen“. 

Seine „reformierte Ästhetik“ entfaltet Andreas Mertin als Beitrag zum Reformationsdekandenjahr „Bild und Bibel“ in zehn auf einander folgenden Kapiteln auf reformiert-info:

01 - Am Anfang

02 – Du sollst Dir kein Kultbild machen

03 – Christus, die Befreiung der Künste zur Profanität

04 – Eine reformierte Kunsttheorie avant la lettre

05 – Bildersturm – Kein dunkles Kapitel

06 – Zwingli und Calvin und die Folgen für die Kunst

07 – Reformierte Ästhetik als neues Kulturparadigma

08 – The White Cube: Glaube gewinnt Raum

09 – Holzwege: die Gefahr der Erstarrung

10 – GeistesGegenwart: Zeitgenössische Kunst

 

Andreas Mertin, Dr. phil. h.c., geb. 1958 in Hagen/Westfalen,
Studium der Theologie, Philosophie und Kunstgeschichte,
freiberuflich tätig als Medienpädagoge und Ausstellungskurator.
Herausgeber der Internet-Zeitschrift
Tà katoptrizómena - Magazin für Theologie und Ästhetik.
Mehr Infos: www.amertin.de

bs, Februar 2015

  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
 

Nach oben   -   E-Mail  -   Impressum   -   Datenschutz