Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Tastend von Gott reden

Magdalene L. Frettlöh im Gespräch mit Deborah Sutter - Podcast auf SRF 2 Kultur

Prof. Dr. Magdalene L. Frettlöh, Bern

Magdalene L. Frettlöh, Professorin für Systematische Theologie (Dogmatik) schreibt als erste Frau im deutschsprchigen Raum an einer Dogmatik.
Im Gespräch mit Deborah Sutter entfaltet sie die Grundgedanken ihrer Theologie als Wissenschaft, "die ihren Gegenstand nicht kennt" (Elazar Benyoëtz).

Am Anfang ihrer tastenden Rede von "Gott im Werden", "Gott im Kommen" stehe die Lehre von der Hoffnung, so Frettlöh. Von Gott reden wir "im Sprechakt der Hoffnung". Dabei ist die Theologin gewiss: Gott kann nicht lügen, Gott ist gerecht, so wie die Bibel es bezeugt. Das halbstündige Gespräch steht als Podcast zum Nachhören auf swf.ch. bs, 5. Juli 2016

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