Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Schleichender Fundamentalismus in den Schweizer Landeskirchen

Walter J. Hollenweger über religiöse Rechthaberei

Walter J. Hollenweger

„Ob Jesus als Jungfrauensohn in Bethlehem geboren wurde oder nicht - das ist nicht nur irrelevantes Theologengezänk. Hinter dieser Auseinandersetzung versteckt sich ein schleichender Fundamentalismus, der nicht weniger gefährlich ist als der islamische“, schreibt Walter J. Hollenweger in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ).

Der religiöse Fundamentalismus schwappe von den USA auch in die Schweiz und nach Deutschland, schreibt Walter J. Hollenweger, reformierter Theologe in Krattingen, Schweiz. In dem fundamentalistischen, exklusiven Christentum, das sich von der biblischen Tradition trennt, sieht Hollenweger eine Gefahr für die Kirche.

Mehr im Artikel „Der schleichende Fundamentalismus in den Landeskirchen“ vom 28. August 2005 in der NZZ.

Zu Walter J. Hollenweger:

Professor Dr. Walter J. Hollenweger wurde 1927 in Antwerpen geboren. Der gelernte Bankangestellte wurde vorerst Prediger in der Schweizerischen Pfingstmission. Um seine theologischen Kenntnisse zu vertiefen, studierte er als Werkstudent Theologie in Zürich und Basel, arbeitete darauf als wissenschaftlicher Assistent und promovierte 1965 in Theologie. Von 1965 bis 1971 war er Exekutivsekretär des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK) in Genf und wurde dann zum Professor für Mission und Interkulturelle Theologie in Birmingham berufen, wo er bis 1989 wirkte. Hollenweger ist Verfasser des «Friedensmahls» sowie zahlreicher «szenischer und narrativer Exegesen». Er gilt insbesondere als Kenner der weltweiten Pfingstbewegung und hat rund 20 Bücher verfasst.

Quelle: Homepage von Walter J. Hollenweger


Barbara Schenck
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