Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Wirken des Geistes und Nachfolge in der christlichen Mission

Verwandelnde Nachfolge - Nachfolge, die Christ*innen verwandelt und Nachfolge, die die Welt verändert

© Albin Hillert/ÖRK

örk. In der neuen Ausgabe der International Review of Mission beleuchten rund ein Dutzend Autorinnen und Autoren aus unterschiedlichen regionalen und konfessionellen Kontexten das Thema der nächsten Weltmissionskonferenz, die vom 8. bis 13. März 2018 in Arusha, Tansania, stattfinden wir

Deutsche Fassung veröffentlicht am:12. Januar 2017

Auf Einladung der Kommission für Weltmission und Evangelisation (CWME) des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) werden sich über 700 Delegierte von Kirchen aus der ganzen Welt auf dieser Veranstaltung mit dem Thema „Moving in the Spirit: Called to Transforming Discipleship“ (Im Geiste voranschreiten: zu verwandelnder Nachfolge berufen) auseinandersetzen.

Die „verwandelnde Nachfolge“ bezieht sich sowohl auf die eigene Verwandlung der Christinnen und Christen durch ihre Verpflichtung zur Nachfolge wie auch auf die Nachfolge, die die Welt verändert, wie Dr. Jooseop Keum, Redakteur der IRM und Direktor der CWME, erklärte.

Dieses neue Paradigma findet in breiten Kreisen Beachtung und regt Diskussionen an über seine Relevanz für das Bibelstudium, die Spiritualität, für die Arbeit für soziale Gerechtigkeit, Gesundheit und Heilung, sowie über die besonderen Perspektiven der afrikanischen Frauen, der pfingstkirchlichen Theologie, der indigenen Kultur und der Gemeindearbeit.

„Der dreieinige Gott wirkt gemeinsam mit der Menschheit in einer seufzenden Welt für ihre Erlösung und ihre letztendliche Erfüllung in Christus“, sagte Keum. „Um die Aufgabe dieser Mission in der heutigen Zeit zu verstehen, müssen die Christinnen und Christen über die ‚Zeichen der Zeit‘ urteilen (Mt 16,3). So werden wir unter der Anleitung des Geistes entdecken, auf welche Weise Gott in der Welt bereits wirkt und welche unterschiedlichen Situationen noch der Verwandlung durch Gottes Gnade bedürfen.“

Die Tagungen der Kommission finden seit 1910 rund alle zehn Jahre statt. In der Vergangenheit brachten sie oft eine Wende in der Weiterentwicklung des Missionsverständnisses, so etwa durch die Einführung einflussreicher Auffassungen wie der missio dei und der Mission von den Rändern her.

Die International Review of Mission erscheint zweimal jährlich und wird vom ÖRK in Zusammenarbeit mit Wiley, einem Verlag für Bücher und Zeitschriften in Oxford, veröffentlicht.

Zur Inhaltsübersicht der International Review of Mission

Mehr Informationen über die Weltmissionskonferenz 2018

 

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