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Orgelbau und -musik sind Immaterielles Kulturerbe

Große Anerkennung durch die UNESCO

Orgel der Großen Kirche in Leer © Reinhold Meppelink

Die Kulturorganisation nahm die Tradition von Orgelbau und Orgelmusik in Deutschland in ihre Welterbe-Liste auf.

Der Orgelbau und die Orgelmusik in Deutschland gehören zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit. Dies hat die UN-Kulturorganisation bei ihrer Tagung auf der südkoreanischen Insel Jeju heute (7. Dezember 2017) entschieden. Sie übernahm die Tradition von Orgelbau und Orgelmusik in Deutschland in ihre Welterbe-Liste. Die deutsche Kulturstaatsministerin Monika Grütters sagte, dass damit die Bedeutung dieses über Jahrhunderte gewachsenen kulturellen Erbes gebührend gewürdigt werde.

Insgesamt bewarben sich Länder mit 23 Traditionen um einen Platz auf der Unesco-Liste, die bereits mehr als 360 Titel aus Bereichen wie Tanz, Theater, Musik und Handwerk umfasst. Das Entscheidungskomitee tagt noch bis Freitag in Südkorea.

In Deutschland gibt es aktuell etwa 400 handwerkliche Orgelbaubetriebe mit etwa 2.800 Mitarbeitern und 180 Auszubildenden. 3.500 hauptamtliche und zehntausende ehrenamtliche Organisten bespielen die über 50.000 Orgeln im Land.

Winfried Dahlke, Landeskirchenmusikdirektor der Evangelisch-reformierten Kirche und Direktor des Organeums in Weener reagierte begeistert auf die Entscheidung der UNESO. Das sei eine hervorragende Anerkennung für alle, die sich in diesem Bereich engagierten, sagte er dem Evangelischen Pressedienst (epd). Der Schritt werde dem Orgeltourismus einen Schub verleihen: „Das trägt dazu bei, das Instrument und die Musik noch weiter in die Öffentlichkeit zu tragen.“

Der Weltnaturerbe-Status für das Wattenmeer habe in der Region Norddeutschland bereits eine Menge in Gang gebracht, sagte Dahlke. Das werde jetzt mit Blick auf die Orgel als immateriellem Welterbe voraussichtlich auch passieren. „Die Orgelmusik ist Ausdruck einer autonomen Kunst, die die Menschen berührt“, betonte er.

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