Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Der Opfer des Nationalsozialismus gedenken

Liturgie eines Gottesdienstes am 27. Januar

Denkmal für die Kinder in Yad Vashem, Jerusalem

Der Ökumenische Arbeitskreis Rheiderland "Gedenkgottesdienst 27. Janaur" stellt die Liturgie eines Gedenkgottesdienstes vor.

Die Gemeinden des Rheiderlands, Ostfriesland haben sich den „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ zu eigen gemacht, indem sie am 27. Januar einen Gedenkgottesdienst feiern. Hier ein Beispiel für die Liturgie eines Gottesdienstes am 27. Januar.

Orgelvorspiel
Begrüßung und Eingangswort
Gedenken
Musik: Orgel und Violine
Schriftlesung: Psalm 131 und Jeremia 31, 15
Gemeindelied: EG 144,1-4 "Aus tiefer Not schrei ich zu Gott"
Gebet und Schuldbekenntnis
Gemeindelied: EG 412,1-4 "So jemand spricht"
Thematischer Teil: Die Kinder als Opfer des Nationalsozialismus; Information; Berichte von Zeitzeugen
Musik: Orgel und Violine
Predigt
Gemeindelied: EG 651,1-4 "Freunde, dass der Mandelzweig"
Fürbittgebet
Abkündigungen: Einladung zur Teetafel; Kollekte
Unser-Vater-Gebet
Segensbitte
Gemeindelied: EG 171,1.3 "Bewahre uns, Gott"
Orgel-Nachspiel

Begrüßung und Eingangswort

Liebe Gemeinde,
heute vor 60 Jahren, am 27. Januar 1945, wurde das Konzentrationslager Auschwitz durch die Rote Armee befreit.
Auschwitz war das größte nationalsozialistische Konzentrations- und Vernichtungslager in der Nähe der polnischen Stadt Oswiecim (deutsch = Auschwitz).
Ab Ende 1943 bestand Auschwitz aus drei selbständigen Lagerbereichen: dem Stammlager, Auschwitz-Birkenau und Auschwitz-Monowitz; dort wurde 1941 für die I.G. Farben eine Produktionsstätte errichtet.
Auschwitz-Birkenau umfasste eine Fläche von 175 ha und zur Zeit der Höchstbelegung waren dort mindestens 100.000 Häftlinge untergebracht.
Aber das schwankte. Denn ständig kamen aus ganz Europa neue Züge mit Häftlingen an und die Vernichtungsmaschinerie lief von Jahr zu Jahr auf immer höheren Touren.
Die Lebensverhältnisse der Häftlinge in Auschwitz waren in jeder Hinsicht unmenschlich, die Todesrate infolgedessen sehr hoch. Massensterben durch Typhus, Ruhr, Cholera, Vernichtung durch Arbeit, Misshandlungen und willkürliche Tötungen.
Anfang September 1941 begannen die ersten Tötungen von Häftlingen im Stammlager mittels Zyklon B.
Als die Vernichtung der Juden im Rahmen der sogenannten Endlösung anlief, war ein Vernichtungsapparat mit großer Aufnahmekapazität erforderlich. Es wurden in Auschwitz Birkenau Gaskammern und Krematorien errichtet. Die Gesamtzahl der in Auschwitz getöteten Juden liegt bei etwa 1,5 Millionen Menschen; darunter viele, viele Kinder. Über die Kinder als Opfer des Nationalsozialismus wollen wir in diesem Gottesdienst besonders nachdenken.
In einem Auschwitz-Kinderlied heißt es so: Am Zyklonhimmel/ Im Feuerschein/ Fährt auf schwarzen Gleisen/ Eine Wolke ein ... Wolke Wolke/ Wo kommst du her/ Kommst du aus den Bergen/ Oder übers Meer ... Ich komm nicht aus den Bergen/ Ich komm nicht übers Meer/ Ich komm von schwarzen Öfen/ Und Feuergruben her ... Wolke Wolke/ Bringst du einen Gruß/ Vom Liebsten eine Botschaft/ Oder einen Kuß ... Ich bringe keine Botschaft/Ich bringe keinen Gruß/ Ich bringe Rauch und Totenstaub/ Und schwarzen Ruß ... Aus den Krematorien/ Aus Knochenglut/ Von Bergen toter Kinder/ Meeren von Blut ... Wolke schwarze Wolke/ Bleib am Himmel stehn/ Sag mir was ist mit den/ Kindern geschehn ... Die Kinder sind erschlagen/ Kopf an die Wand/ Erwürgt erschossen/ Vergast verbrannt ...

Auschwitz – das steht für die systematische, ja industrielle Vernichtung von Menschenleben.
Vor 10 Jahren hat der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog den 27. Januar zum Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus erklärt. Roman Herzog schrieb damals:
"1995 jährte sich zum 50. Mal das Ende des Zweiten Weltkrieges und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. In diesem Jahr haben wir uns in besonderer Weise der Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns und Völkermordes erinnert und der Millionen Menschen gedacht, die durch das nationalsozialistische Regime entrechtet, verfolgt, gequält oder ermordet wurden. Symbolhaft für diesen Terror steht das Konzentrationslager Auschwitz, das am 27. Januar 1945 befreit wurde und in dem vor allem solche Menschen litten, die der Nationalsozialismus planmäßig ermordete oder noch vernichten wollte.
Die Erinnerung darf nicht enden, sie muß auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen.
Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken."

In diesem Sinne beginnen wir diesen Gottesdienst:
Gott ist ganz Ohr für alle Klage.
Jesus Christus fragt mit uns warum.
Durch Gottes Geist halten wir der Erinnerung stand
und finden Kraft, die Zukunft zu wenden. Amen.

Gedenken

1. SprecherIn
Gedenken wollen wir:
Der Vergessenen.
Der Verdrängten,
denen man das Leben genommen hatte,
nachdem man ihnen den Namen stahl,
nachdem man ihnen die Würde geraubt hatte,
nachdem ihnen aller Besitz genommen war,
nachdem man ihnen alle Rechte abgesprochen hatte,
nachdem man sie aus der Zusammengehörigkeit gerissen hatte.
Gedenken wollen wir:
Der Vergessenen.
Der Verdrängten,
denen man kein Grab gelassen hatte,
deren Tod und Ermordung man leugnete,
von deren Schicksal man nichts gewusst haben will,
denen man immer noch alles Böse zutraut.

2. SprecherIn
Gedenken wollen wir heute besonders der Kinder,
die Kinder waren,
als man nicht mehr mit ihnen spielen durfte,
als man sie aus den Schulen stieß,
als man ihnen die Straßenbahn verwehrte,
als man sie in die Viehwagen trieb,
als man sie ins Lager verbrachte
und sie wie Schlachtvieh sortierte,
als man sie zu medizinischen Experimenten nutzte
und sie unter schwerster Arbeit verhungern ließ.

Gedenken wollen wir ihrer,
damit nie wieder der Rauch der verbrannten Kinderleiber
den Himmel verdunkelnd aufsteigt,
damit nie wieder die Asche der Menschen zum Belag für Feldwege wird.
Gedenken wollen wir wegen des furchtbaren Endes bereits der ersten Anfänge.

3. SprecherIn
Wir gedenken der 6 Millionen Juden: Frauen, Männer und Kinder, der etwa 1,5 Millionen Kinder:
Gequält und ermordet, in Gaskammern vernichtet – "ein Rauch durch die Luft".

Eine Kerze auf dem Abendmahlstisch wird angezündet.

4. SprecherIn
Wir gedenken der Sinti und Roma,
die man Zigeuner nannte.
Man sprach von der "Zigeunerplage" gegen die man etwas tun müßte.
Und also tat man "etwas".
In Auschwitz holte sich der KZ-Arzt Dr. Mengele Zwillingskinder auch aus den "Zigeunerbaracken". Die Zwillingsforschung war sein besonderes "Steckenpferd". Zwillingskinder mit seltenen oder unterschiedlichen Augenfarben waren seine bevorzugten Opfer. Manche von ihnen tötete er eigenhändig. Insgesamt wurden etwa vierzig Zwillingspaare in seinem Auftrag ermordet und seziert. Mengele verschickte die sezierten Organe der ermordeten Kinder an andere Ärzte.
Mehr als 500.000 Sinti und Roma wurden während der Zeit des Nationalsozialismus Opfer des Völkermordes.

Eine Kerze auf dem Abendmahlstisch wird angezündet.

5. Sprecherin
Wir gedenken der Bibelforscher, Pazifisten, Kriegsdienstverweigerer, Deserteure.
Einer der Opfer ist der Bibelforscher Adolf Bultmeyer aus Delmenhorst.
Aus der Todeszelle im Gefängnis von Berlin-Charlottenburg schreibt er an seine Frau:
"Liebe Anna,
dies wird auch wohl der letzte Brief sein, den ich an dich schicke, mein Mädel. Darum musst du, Anna, nicht traurig sein. Wenn ich den Feldzug mitgemacht hätte und wäre nicht wiedergekommen, dann wärst du auch alleine.
Aber so bin ich für den Herrn gestorben.
Und nun, Anna, leb wohl und Kopf hoch. Will lieber wie ein Christ sterben als wie ein Heuchler."
Am 13. Oktober 1939 um 6 Uhr 05 wird Adolf Bultmeyer mit dem Fallbeil ermordet.

Eine Kerze auf dem Abendmahlstisch wird angezündet.

6. SprecherIn
Wir gedenken der Kommunisten und Sozialdemokraten,
die man als politische Gegner verfolgte, oft bis in den Tod verfolgte.
Auch in den Familien von Kommunisten und Sozialdemokraten wurde ein Klima der Angst und der Bedrohung erzeugt. Mütter, die ihre Kinder anflehten: "Bitte, sagt ihr nichts – ich will euch nicht auch noch verlieren." Ausgrenzung und Missachtung setzen sich oft bis nach dem Krieg fort.
Mehr als 150.000 Kommunisten und Zehntausende von Sozialdemokraten wurden eingekerkert, drangsaliert, schikaniert und gequält. Viele von ihnen fanden den Tod.

Eine Kerze auf dem Abendmahlstisch wird angezündet.

7. SprecherIn
Wir gedenken der Behinderten,
der unheilbar Kranken und der psychisch Kranken,
denen man den Wert des Lebens absprach.
80. bis 100.000 Menschen wurden ermordet.
Auch gerade geistig und körperlich behinderte Kinder, wie alle Kinder noch vor dem Leben stehend, galten als "Ballastexistenzen" und "unwertes Leben".
Man sprach von "Gnadentod" und mordete durch Injektionen, Medikamente, Giftgas oder ließ die Menschen verhungern.

Eine Kerze auf dem Abendmahlstisch wird angezündet.

8. SprecherIn
Wir gedenken der homosexuellen Frauen und Männer, der Lesben und Schwulen,
es galt das sogenannte "Entartete" auszumerzen.
"Totgeschlagen – Totgeschwiegen", heißt es auf einem der wenigen Gedenksteine.

Eine Kerze auf dem Abendmahlstisch wird angezündet.

9. SprecherIn
Wir gedenken der Zwangsarbeiter, darunter viele Kinder, und der Kriegsgefangenen.
Von den etwa 5,7 Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen kam 3,5 Millionen ums Leben.
Arbeit und Vernichtung wurden für viele Menschen zu Synonymen. Der Wert eines Menschen war oft nicht höher, als seine Körperkraft für einige Wochen hergab.

Eine Kerze auf dem Abendmahlstisch wird angezündet.

1. SprecherIn
Wir gedenken all derer, die Widerstand leisteten gegen die Macht des Bösen, gegen das Unrecht.
Auch das müssen wir eingestehen: In den Kirchen waren es wenige. Wir erinnern besonders an die Pastoren Heinrich Gerhard Bokeloh aus Marienchor und Pastor Steen aus Holthusen, an die katholischen Geistlichen Pfarrer Lange und Pfarrer Schniers aus Leer. Pfarrer Schniers ist 1942 im KZ Dachau ermordet worden.

Eine Kerze auf dem Abendmahlstisch wird angezündet.

2. SprecherIn
Wir gedenken auch des Leids derer, von denen selbst der Name verloren ist – das viele namenlose Leid, das niemals das Licht der Öffentlichkeit erblicken wird.
Wir trauern um den Geist und den Humor, der ausgelöscht wurde, um das Lernen und das Lachen, das für immer verloren ist.
Wir sind dankbar für alle Beispiele von Anstand und Güte.
Wie Kerzen leuchten sie aus der Dunkelheit jener Jahre heraus, und in ihrem Licht erkennen wir, was gut ist – und was böse.

Eine Kerze auf dem Abendmahlstisch wird angezündet.

3. SprecherIn
Wir gedenken heute besonders der Kinder, überall auf der Welt,
der Kinder, die leben müssen in extremer Armut.
24.000 Kinder sterben täglich.
Sie sterben an Mangelernährung, an Hunger, in Kriegen, auf der Flucht, durch Naturkatastrophen, auf der ganzen Welt.
Kinder werden in Kriege geschickt, sexuell missbraucht und bei Billiglöhnen gnadenlos ausgebeutet.
Wir gedenken auch all der Liebe und all des Glücks, das mit jedem Kind in die Welt kommt.
Möge diese Welt überall eine kinderfreundliche Welt werden.

Eine Kerze auf dem Abendmahlstisch wird angezündet.

Wir gedenken in der Stille und stehen dazu auf:

Eine Minute des Schweigens

Musik: Violine und Orgel

Schriftlesung: Psalm 131 und Jeremia 31, 15
Psalm 131
Herr, mein Herz ist nicht hoffärtig,
und meine Augen sind nicht stolz.
Ich gehe nicht um mit großen Dingen,
die mir zu wunderbar sind.
Führwahr, meine Seele ist still und ruhig geworden
wie ein kleines Kind bei seiner Mutter;
wie ein kleines Kind,
so ist meine Seele in mir.
Israel, hoffe auf den Herrn
Von nun an bis in Ewigkeit.
Jeremia 31, 15
So spricht der Herr
Man hört Klageschrei und bittres Weinen in Rama:
Rahel weint über ihre Kinder und will sich nicht trösten lassen über ihre Kinder; denn es ist aus mit ihnen.

Gemeindelied: EG 144,1-4 "Aus tiefer Not schrei ich zu Gott"

Gebet und Schuldbekenntnis

1. SprecherIn
Herr, unser Gott,
wenn wir an Auschwitz denken und an alles Entsetzliche,
für das dieser Name steht – was ist der Mensch,
das er zu solchen Verbrechen fähig ist?
Und wie kann es sein, dass die Täter von damals
oft, mitunter sogar bis heute, nicht einmal wahrhaben wollen,
was sie angerichtet haben?

2. SprecherIn
Gott, wenn wir an Auschwitz denken, fragen wir uns:
Sind wir wirklich anders?
Können wir besser widerstehen und uns dem Bösen verweigern?
Können die heutigen Opfer von Ungerechtigkeit und Gewalt auf uns zählen?
Merken sie etwas von unserem Entsetzen?
Und sind sie weniger allein und ausgeliefert?

3. SprecherIn
Gott, Auschwitz weckt so viele Fragen
Im Blick auf uns Menschen, aber auch im Blick auf dich.
Warum hast du die Ermordung deines Volkes zugelassen?
Warum die Vernichtung so vieler Menschen, die doch nichts anderes wollten als in deiner Schöpfung zu leben und glücklich zu sein?
Warum bist du den Tätern nicht in den Arm gefallen?
Warum hast du zu all dem geschwiegen?
Gott, du bist uns manchmal unheimlich und fremd und wir selber sind es uns auch.

4. SprecherIn
Wir bitten dich
Lass uns nicht zerbrechen an dem Dunkel,
das sich vor uns auftut.
Lass uns gerade da zu dir rufen und schreien, wo du uns auf schreckliche und unheimliche Weise verborgen bist.
Herr, unser Gott,
lehre uns diese einfache und doch so schwierige Menschlichkeit,
hilf uns allen, menschliche Menschen zu werden. Amen.

Gemeindelied: EG 412,1-4 "So jemand spricht"
Thematischer Teil: Zeitzeugen erzählen; Information
Musik: Violine und Orgel
Predigt
Gemeindelied: EG 651,1-4 "Freunde, daß der Mandelzweig"

Fürbittgebet

1. SprecherIn
Lasst uns beten
Herr, unser Gott, heute, am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus,
erinnern wir uns daran, was Menschen einander angetan haben
– was sie auch den Kleinen, den Kindern angetan haben.
Die Geschehnisse der Vergangenheit rufen uns in die Verantwortung für die Gegenwart.

2. SprecherIn
Und darum bitten wir dich für die Kinder in aller Welt,
für die, die hungern,
für die, die durch Naturkatastrophen schrecklich gebeutelten,
für die, die einsam und traurig sind,
für die Kranken und die,
die unter Krieg und Verfolgung leiden,
wir bitten dich auch für die Kinder,
die in Heimen leben
oder in der Schule nicht zurechtkommen.

1. SprecherIn
Wir bitten dich für die Kinder dieser Welt.
Gib ihnen allen ein Leben,
in dem sie Glück erfahren,
und dadurch Hoffnung lernen.

2. SprecherIn
Wir bitten dich für alle,
die für Kinder Verantwortung tragen,
für Eltern, Lehrer und Erzieherinnen,
für Planer und Politikerinnen,
dass sie die Lebenskraft und den Lebensmut
der Kinder nicht zerstören,
sondern ihnen Geborgenheit und Freiheit schenken.

1. SprecherIn
Gott, du verleihst dem Menschen Ansehen und schenkst ihm die Freiheit, dir und einander in Wertschätzung und Liebe zu dienen.
Deinen Verheißungen vertrauend loben und preisen wir dich in Ewigkeit. Amen.

Abkündigungen: Einladung zur Teetafel im Gemeindehaus; Kollekte
Unser-Vater-Gebet
Segensbitte
Gemeindelied: EG 171,1.3 "Bewahre uns, Gott"
Orgel-Nachspiel

Nach diesem Entwurf wurde das Gedenken am Abend des 27. Januar 2005 in der lutherischen Kirche Bunde als ökumenischer Gottesdienst gefeiert.

Jürgen van Wieren

In Bruchstücken - Meditation über die Verkündigung am 27. Januar

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Magdalene L. Frettlöh, Magdeburg

Solange der auferweckte Gekreuzigte Gott mit der Frage konfrontiert: Warum? - Warum lässt Du dies Leid zu? hat auch unsere Frage ihren Ort in Gott selbst: »Wo warst du, Gott, in Buchenwald?«
Nach Gott fragen und klagen

"Bewahre deine Seele gut, dass du nicht vergisst" (5. Mose 4,9). Die Aufforderung: Erinnere dich! ist ein biblischer Ruf. Der Gedenktag 27. Januar ist somit auch für reformierte Gemeinden ein besonderer Tag, den Opfern des Nationalsozialismus zu gedenken. Predigthilfen, Gottesdienstentwürfe und Texte, die sich der Frage stellen: Wo war Gott in Auschwitz? hier auf reformiert-info.
 

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