Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Twittechismus beginnt am 7. Mai

Heidelberger Katechismus wird getwittert - zunächst auf Niederländisch

Am Freitag 7. Mai wird erstmals der Heidelberger Katechismus 'getwittert'. Beginnen soll dies in Heidelberg. Danach ist es möglich täglich eine Frage und Antwort aus dieser alten Bekenntnisschrift im Twitter zu lesen, zunächst auf Niederländisch. Das Projekt der Gereformeerde Hogeschool Zwolle in den Niederlanden, ein Projekt im Rahmen von Refo500, kommt damit in eine neue Phase.

Die Idee um die Fragen und Antworten des Heidelberger Katechismus aus dem Jahr 1563 zu übersetzen in 129 'Tweets' ist entwickelt worden von Hans Havinga, Sachbearbeiter der Gereformeerde Hogeschool. Während einer kurzen Werbungskampagne hat er etwa 25 Freiwillige geworben. Jedes Mitglied dieser Gruppe übersetzte in den vergangenen Wochen die manchmal langen Fragen und Antworten in eine Mitteilung von maximal 140 Zeichen.

Zur Eröffnung des ersten Tweets reist am 7. Mai eine kleine Gesellschaft nach Heidelberg. Der erster Tweet wird adressiert an Herrn Prof. Dr. Frieder Hepp vom Kurpfälzischen Museum Heidelberg. Hepp arbeitet am internationalen Ausstellungsprojekt '450 Jahre Heidelberger Katechismus', an dem Refo500 auch teilnimmt. Darüber er hinaus vertritt Prof. Hepp innerhalb von Refo500 die Stadt Heidelberg, die seit kurzem Projektpartner von Refo500 geworden ist.

Twitter ist ein Nachrichtendienst im Web, im dem man kurze Textberichte veröffentlichen kann.


Pressemitteilung Refo500, April 2010 / www.refo500.nl
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Der Heidelberger Katechismus (HK) ist der weltweit unter Protestanten am weitesten verbreitete Katechismus. In 40 Sprachen ist er übersetzt. In 129 Fragen und Antworten erklärt er das Apostolische Glaubensbekenntnis sowie das Gebet Jesu und die zehn Gebote.
 

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