Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN)
Das Nebeneinander der Konfessionen erhalten
Die südlichere der beiden hessischen evangelischen Landeskirchen ist eine, in der die lutherische, reformierte und unierte Tradition nebeneinander existieren.

Unterschiedliche Arten des Lebens und Glaubens sind vereint
Während sich das Gebiet von Hessen-Darmstadt nach der Wittenberger Reformation Martin Luther und Philipp Melanchthon anschloss, orientierten sich die Gemeinden in Nassau eher an der schweizerischen und niederländischen Reformation nach Ulrich Zwingli und Johannes Calvin. Im Zuge der Kirchenunionen im 19. Jahrhundert öffneten sich einzelne Gemeinden konfessionell. Die meisten lutherischen und reformierten Gemeinden haben aber bis heute ihr Bekenntnis behalten. "So ist eine Kirche entstanden, in der sehr unterschiedliche Arten des Lebens und des Glaubens nebeneinander und miteinander existieren."

Geteilte Macht
Aus den Erfahrungen der NS-Zeit hat die verfassunggebende Synode der EKHN im Jahre 1947 darauf verzichtet, an die Spitze dieser Kirche einen Bischof mit weitreichenden Vollmachten zu stellen. Die geistliche Leitung teilen sich die sechs Pröpstinnen und Pröpste, der Kirchenpräsident und sein Stellvertreter. Der Grundgedanke war: Ein Gremium wird sich nicht so leicht falschen Autoritäten unterordnen, wie es seinerzeit vielen Bischöfen unter den Nationalsozialisten widerfahren war.


Calvins Spiritualität

25. April 2009 - 15.00 Uhr in Wuppertal

Die Reformierte Konferenz Bergisches Land führt eine Konferenz zum Calvinjahr durch und hat Prof. Dr. Arie de Reuver, em., von der Universität Utrecht als Referenten eingeladen.

Konferenz im 'Calvinjahr 2009' in der Niederländisch-reformierten Gemeinde Wuppertal

Am 10. Juli 1509 wurde der bedeutende Reformator Johannes Calvin geboren. Anlässlich seines 500. Geburtsjahres werden zahlreiche Veranstaltungen stattfinden, die sich mit dem Lebensweg Calvins, seinem historischen Kontext, seinem theologischen Denken und dessen Wirkungsgeschichte  bis in unsere heutige Zeit beschäftigen.

Auch die „Reformierte Konferenz Bergisches Land möchte dazu ihren Beitrag leisten und hat deshalb Dr. Arie de Reuver, bis 2007 Professor an der Universität Utrecht (NL), eingeladen, über die „Spiritualität Calvins“ zu referieren. Prof. de Reuver hat seinem Referat den Titel gegeben:

„Calvins Frömmigkeit im Lichte seiner Gebetslehre“.

Zehn der vielen Aspekte in der Gebetslehre Calvins werden zur Sprache gebracht werden: 
·      Die Definition des Gebetes,
·      das Gebetsfundament,
·      die Vermittlung durch Christus,
·      der Ort des Heiligen Geistes,
·      die Bedeutung des Glaubens,
·      das Verhältnis von Gebet und Vorsehung,
·      die Anfechtung,
·      die Danksagung,
·      die Fürbitte und
·      die Gebetszeiten.

Nach Einschätzung des Referenten gibt es kein besseres Zugangstor zu Calvins Frömmigkeit als seine Gebetslehre.

Die Konferenz soll am Sonnabend, den 25. April 2009 in der Zeit von 15.00 Uhr – 17.30 Uhr in der Niederländisch-reformierten Gemeinde zu Wuppertal, Katernberger Straße 61, stattfinden.
Dazu laden wir sehr herzlich ein!

Kontaktadressen:
Pfr. Dr. Jochen Denker, Kurfürstenstr. 6, 42369 Wuppertal (Email: denker@reformiert-ronsdorf.de )
Pastor H. Lüchtenborg, Burgunderstraße 41 c, 42285 Wuppertal (Email: Luechtenborg.H@gmx.de )

 

 

Die „Reformierte Konferenz Bergisches Land“ ist eine Initiative des Reformierten Bundes in der Region Wuppertal.

Zwei Mal im Jahr lädt der Leitungskreis der „Reformierten Konferenz“ zu öffentlichen Veranstaltungen ein. Die Themen beziehen sich auf Bibel und Bekenntnis, Kirche und Gesellschaft. Menschen unterschiedlicher Prägung und Herkunft möchten in den Konferenzen

-  durch Erfahrungsaustausch lernen
-  Gemeinschaft erleben
-  im Glauben gestärkt werden
-  für persönliche und öffentliche Verantwortung bessere Einsichten
-  und größere Kompetenz erwerben.

Die Veranstaltungen sind für alle Interessierte offen und kostenfrei. Spenden helfen zur Deckung der Kosten. Zumeist wird ein Büchertisch eingerichtet, der mit aktueller Literatur das Bildungsangebot der Konferenz unterstützt.


Heinrich Lüchtenborg
 

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