Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN)
Das Nebeneinander der Konfessionen erhalten
Die südlichere der beiden hessischen evangelischen Landeskirchen ist eine, in der die lutherische, reformierte und unierte Tradition nebeneinander existieren.

Unterschiedliche Arten des Lebens und Glaubens sind vereint
Während sich das Gebiet von Hessen-Darmstadt nach der Wittenberger Reformation Martin Luther und Philipp Melanchthon anschloss, orientierten sich die Gemeinden in Nassau eher an der schweizerischen und niederländischen Reformation nach Ulrich Zwingli und Johannes Calvin. Im Zuge der Kirchenunionen im 19. Jahrhundert öffneten sich einzelne Gemeinden konfessionell. Die meisten lutherischen und reformierten Gemeinden haben aber bis heute ihr Bekenntnis behalten. "So ist eine Kirche entstanden, in der sehr unterschiedliche Arten des Lebens und des Glaubens nebeneinander und miteinander existieren."

Geteilte Macht
Aus den Erfahrungen der NS-Zeit hat die verfassunggebende Synode der EKHN im Jahre 1947 darauf verzichtet, an die Spitze dieser Kirche einen Bischof mit weitreichenden Vollmachten zu stellen. Die geistliche Leitung teilen sich die sechs Pröpstinnen und Pröpste, der Kirchenpräsident und sein Stellvertreter. Der Grundgedanke war: Ein Gremium wird sich nicht so leicht falschen Autoritäten unterordnen, wie es seinerzeit vielen Bischöfen unter den Nationalsozialisten widerfahren war.


Evangelische Kirche im Rheinland

2.919.000 Mitglieder 777 Kirchengemeinden 42 Kirchenkreise 1972 Pfarrstellen

Tel.: (0211) 4562-0
Fax: (0211) 4562-490
URL: www.ekir.de
Hans-Böckler-Straße 7
40476 Düsseldorf

Die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) erstreckt sich auf Gebiete in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen. Sie ist trotz der doppelt so starken katholischen Kirche und deren stark verwurzelter Tradition im Rheinland eine der großen protestantischen Landeskirchen. Ihre Verfassung ist sehr reformiert geprägt: Einen Bischof gibt es nicht, sondern einen Präses. Dieser hat weit weniger Möglichkeiten, in das Gemeindeleben einzugreifen als in vielen anderen unierten und lutherischen Kirchen.

Geistliche Erkenntnis und Hilfe für die Praxis

Im Jahre 1960 wurde die "Reformierte Konferenz Bentheim, Steinfurt, Tecklenburg" gegründet. Sie trifft sich seitdem zweimal jährlich: in einer Frühjahrs- und Herbsttagung.
Herausgefordert, das reformierte Bekenntnis zu vertreten

Für die Gemeinden entlang der Wupper, wo das reformierte Bekenntnis nicht mehr selbstverständlich ist, bietet die Reformierte Konferenz Möglichkeiten, das Gespräch über den Glauben suchen.
Das Reformiert-Sein in einer unierten Kirche pflegen

 

Nach oben   -   E-Mail  -   Impressum   -   Datenschutz