Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Die Bedeutung des Bekennens

Warum sind den Reformierten ihre Bekenntnisse so wichtig?

Während die meisten lutherischen Kirchen mit einem einzigen Bekenntnis (der Confessio Augustana) auskommen ist die reformierte Kirchengeschichte voll von Bekenntnistexten - bis heute!


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Ein Überblick über die wichtigsten reformierten Bekenntnisschriften

Weltweit gibt es zahlreiche unterschiedliche reformierte Bekenntnisschriften. An ihrem jeweiligen Ort, in der Sprache ihrer Zeit bekennen Reformierte ihren Glauben. Das reformierte Bekenntnis kennt keinen Stillstand. Neue Bekenntnisschriften entstehen. Ganz aktuell sind Reformierte weltweit im Gespräch über die 2004 in Accra formulierte Glaubensverpflichtung.
Was bedeutet

Der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Braunschweig Dr. Friedrich Weber plädiert für eine Stärkung der Konfessionen um des gesamtevangelischen Profils willen.
Offen und frei, öffentlich und ungezwungen

Reformierte Christen waren in ihrer Geschichte oft in der Verlegenheit, sich für ihren Glauben rechtfertigen zu müssen. Deshalb ist es ihnen wichtig geworden, in jeder Situation deutlich und verständlich sagen zu können, was sie glauben.
Und der Glaube wird bekannt: in der Bibel - in der Kirche - im Alltag

"Ich schäme mich des Evangeliums nicht" (Röm 1,16), schreibt der Apostel Paulus. Offen und frei, öffentlich und ungezwungen spricht der Glaubende von Gott, von Jesus Christus und vom Heiligen Geist. Gott hat Gutes an mir getan, bekennen Christen und preisen seinen Namen. Mit ihrem Bekenntnis stehen Christen zu dem, was ihnen selbst im Glauben widerfahren ist. Im Bekenntnis sagen sie vor aller Welt, was sie im Glauben erkannt haben. Ihr Bekennen wird zum wahren Bekennen, wenn den Worten Taten folgen.
Evangelische Bekenntnisse neu erschienen

UEK. In einer neuen und verbesserten Ausgabe liegen zu Beginn der Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen in der Evangelischen Kirche in Deutschland (UEK) in Wuppertal-Barmen die zwei Bände mit den Bekenntnissen vor, die in den UEK-Kirchen gelten.

Erinnerung an die Barmer Theologische Erklärung von 1934 für jeden Schreibtisch
Es ist nun 76 Jahre her: Vom 29. bis 31. Mai 1934 tagte in Barmen die erste Bekenntnissynode. Sie verabschiedete die Barmer Theologische Erklärung. Das zur Barmer Erklärung passende Denkmal der vielen Ja-Sager und der wenigen Nein-Sager, geschaffen von der Wuppertaler Künstlerin Ulle Hees, steht seit 25 Jahren in der Fußgängerzone in Wuppertal-Barmen, gegenüber der Gemarker Kirche. Ein zweiter Guss befindet sich im Landeskirchenamt in Düsseldorf. Jetzt hat die Künstlerin auf Anregung der CityKirche Barmen eine stark verkleinerte Gussform geschaffen und so die Fertigung des Mahnmals auch als handliche Bronze-Skulptur für den Schreibtisch ermöglicht.
von József Ferencz
zum 500. Gedenkjahr von Franz Davidis ins Deutsche übertragen von Remigius Suter

veröffentlicht im November 2010
Ein Konfirmand findet beeindruckende Worte des Bekennens
Im Konfirmandenunterricht fällt der 13-jährige Jan Stobbe durch seine geistreichen Antworten auf. Am Tag der Konfirmation trägt er sein eigenes Bekenntnis vor. Pfarrerin Inga Witthöft hat ihn dazu animiert.

Inga Witthöft / Georg Rieger
online im PDF
Transkription von E. F. Karl Müller, D. und ord. Professor der Theologie zu Erlangen, aus: „Die Bekenntnisschriften der reformierten Kirche“ Leipzig, 1903; durchgelesen und mit weiteren Fußnoten versehen durch Remigius Suter © Ziefen, 2010

bs
www.heidelberger-katechismus.net
Hannover, 16. März 2011 – Der Reformierte Bund in Deutschland hat anlässlich des 2013 bevorstehenden 450. Jubiläums des Heidelberger Katechismus eine Internetseite gestartet.

Hannover, den 16. März 2011
Ein ''Vor-Heidelberger-Katechismus'' von Johannes Oekolampad - online im PDF
''Frag. Wer iſt ein todtſchläger? Antwort. Wer ein nydig oder zornmüetig hertz hat / vnnd raachgirig.''

Quelle: auf reformiert-info mit freundlicher Genehmigung von von Remigius Suter, 2011
Entwurf für einen neuen Katechismus, verfasst von Franz Christ, Basel
Was ist der Gehalt des christlichen Glaubens? Der Entwurf eines Katechismus, unter dem Einfluss so unterschiedlicher Theologen wie Friedrich Schleiermacher, Karl Barth und Eberhard Jüngel gibt Antwort für das 21. Jahrhundert.

Barbara Schenck, 3. Dezember 2011
von Michel Bollag, Zürich
Im Jubiläumsjahr 2013 denken reformierte Christen intensiv über ihren "Heidelberger" als Bekenntnis nach. Anlass genug für Aleida Siller, den Dozenten und Co-Leiter des Zürcher Lehrhauses, Michel Bollag, zu bitten, über die Bedeutung des Glaubensbekenntnisses in jüdischer Tradition zu schreiben. Die Einhaltung der Gebote der Tora, also eine religiöse Praxis charakterisiere das Judentum als eine Religion des Tuns, betont Bollag in seinem Beitrag. Es sei aber "zu plakativ" und " damit auch falsch", zu behaupten, das Judentum kenne keine Dogmen. Es gebe auch im Judentum "Versuche", "Fundamente" der Religion als "verbindliche Glaubenswahrheiten zu formulieren".

bs, 30. Januar 2013
Eine historische Erläuterung. Von Prof. Dr. Martin Hein
Eine gemeinsame Evangelische Kirche in Deutschland sei als "Kirche" möglich, so Martin Hein, Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Die "historisch gewachsene konfessionelle Prägung von Gemeinden und EKD-Gliedkirchen" will Hein aber nicht nivellieren. Seine Vision: "Die Leuenberger Konkordie wird in den Passagen, die sich zu den konfessionellen Differenzen äußern und diese explizit (!) überwinden, zur gemeinsamen Bekenntnisgrundlage der EKD."

April 2013
Erinnerung an die ''Elberfelder Thesen'', achtzehn reformierte Grundsätze zum Aufbau der Deutschen Evangelischen Kirche
"Ein den örtlichen Kirchen (Gemeinden) übergeordnetes, angeblich mit besonderer geistlicher Vollmacht und Autorität ausgestattetes Amt der Kirche, heiße es, wie es wolle, hat weder Auftrag noch Verheißung."
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