Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Interessen nicht mit militärischer Gewalt durchsetzen

EKD-Ratsvorsitzender ruft an Pfingsten zur friedlichen Konfliktregelung auf

EKD. Zur friedlichen Regelung von Konflikten sowohl im privaten Leben als auch zwischen Staaten hat der Vorsitzende des Rates der EKD, Nikolaus Schneider, in seiner Pfingstbotschaft aufgerufen.

Das Pfingstfest stehe für das „Wunder des Verstehens“. Gottes Geist habe die Menschen für die Botschaft des Evangeliums geöffnet - über sprachliche und kulturelle Schranken hinweg, erklärte Schneider. Deutschland, Europa und die ganze Welt stünden heute vor vielen Herausforderungen und Krisen, „deren Bewältigung ganz dringend auf ein neues Verstehen und Verständnis von Menschen voneinander und füreinander angewiesen ist“.

„Das pfingstliche Kommunikationswunder befreit aus Angst und Sprachlosigkeit gegenüber Aggression“, sagte der Ratsvorsitzende. Der Geist Gottes weise Wege zu „friedlichen Formen der Intervention“. Schneider äußerte sich „dankbar, dass politisch verantwortliche Menschen in Deutschland von diesem Geist gestärkt dem Frieden dienen“.

Der EKD-Ratsvorsitzende nahm in seiner Pfingstbotschaft auch Bezug auf die bevorstehenden Gedenktage an den Ausbruch des Ersten und des Zweiten Weltkriegs und wandte sich an Gott mit einer Bitte um Frieden:

„Lass Deinen Geist unsere Herzen und unseren Verstand bewegen, dass wir unsere Ansprüche und Interessen nicht mit militärischer Gewalt durchsetzen. Dass wir kriegerische Konflikte nicht mit Waffengeschäften befeuern. Lass uns über innere und äußere Grenzen hinweg Vertrauen wagen und Schritte des Frieden gehen.“

Hannover, den 6. Juni 2014
Pressestelle der EKD
Sven Waske

Pfingstbotschaft des EKD-Ratsvorsitzenden

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