Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Ungeniert reformiert

Vortrag von Prof. Dr. Georg Plasger

über die reformierte Perspektive auf das Reformationsjubiläum auf der ErK-Synode im November 2015

Der Vortrag als pdf zum Nachlesen

Georg Plasger forderte in seinem Vortrag vor der Synode 2017 keine Glorifizierung der Reformationsgeschichte vorzunehmen. Die Menschen im Mittelalter hätten nach einem gnädigen Gott gesucht und befürchtet, nach dem Tode nicht vor Gott bestehen zu können. Diese Sorgen hätten die Menschen heute nicht mehr. Die befreienden Erkenntnisse der Reformation müssten für die heutige Zeit neu übersetzt werden“, sagte der Professor und Synodale. „Theologie ist nur dann gut, wenn sie beim Leben hilft.“

Plasger betonte theologische Unterschiede der Reformationsbewegung. Für Martin Luther habe die Rechtfertigungslehre im Zentrum seiner Theologie gestanden habe. Zentral für die reformierte Theologie Johannes Calvins sei von Anfang an die Besinnung auf das Kommen Gottes in Jesus Christus gewesen.

Der Vortrag als pdf zum Nachlesen

Quelle: reformiert.de

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10. Mai in Neu Isenburg: Vortrag von Prof. Dr. Georg Plasger

Plasger schreibt: „500 Jahre Reformation – ein Lutherjahr? Ein Jahr, in dem der Geschichte gedacht wird. Ja. Aber es geht um mehr. Nur ein Blick in die Vergangenheit ist zu wenig – zu fragen ist auch, welche Impulse aus der Reformation uns heute noch wichtig sind – und wenn warum.
 

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