Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Judentum

Kirche und Israel - christlich-jüdisches Gespräch

von Andreas Pangritz, Bonn
Eine explizite Israellehre ist im Heidelberger Katechismus (HK) nicht zu finden, wohl aber eine implizite in der Verhältnisbestimmung von Altem und Neuem Testament, von Gesetz und Evangelium, von Glaube und Werken, von Rechtfertigung und Heiligung.

Andreas Pangritz (2015): Der Heidelberger Katechismus und das christlich-jüdische Verhältnis
Eine Herausforderung für reformierte Theologie
In Vorbereitung auf das Reformationsjubiläum 2017 befasst sich die EKD-Synode im Herbst dieses Jahres mit Luthers judenfeindlicher Einstellung. Dies nimmt der Reformierte Bund zum Anlass, auch den Antijudaismus unter reformierten Reformatoren kritisch zu beleuchten.

Einleitender Text Gemeindebrief (pdf)
Einleitender Text Gemeindebrief (doc)
Erklärung orthodoxer Rabbiner zum christlich-jüdischen Dialog
Eine klare Antwort haben orthodoxe Rabbiner aus Israel, Europa und Israel den anti-christlichen Taten in Israel erteilt. "Solche Taten haben keinerlei Grundlage im Judentum", sagt Rabbiner Jehoschua Ahrens im Gespräch der rheinischen Ökumene-Expertin Oberkirchenrätin Barbara Rudolph.
Traditioneller Antijudaismus und die Warnung vor christlicher Überheblichkeit – ein Bericht von Achim Detmers
Zur Zeit der Reformation lebten in der Stadt Zürich keine Juden mehr. Dennoch äußerte sich Zwingli in vielfältiger Weise zum Judentum. In seinen theologischen Schriften betonte er besonders die Einheit des Alten und Neuen Bundes.

Achim Detmers, September 2007
Nahostkonflikt und biblische Landverheißung
EKD. Die Situation im Nahen Osten ist gegenwärtig sowohl aufgrund der politisch instabilen Lage in vielen Staaten wie auch durch den sich zuspitzenden Konflikt zwischen Iran und Israel besonders spannungsgeladen. Gerade viele Christinnen und Christen fragen angesichts dieser Entwicklungen nicht nur nach politischen Lösungswegen, sondern auch nach einem angemessenen Verständnis des Staates Israel und damit verbunden nach einer theologisch verantworteten und zeitgemäßen Deutung biblischer Landverheißungen.
10 Jahre nach Publikation der GEKE-Studie ''Kirche und Israel''
Am 28. Juni 2011 vor zehn Jahren markierte die GEKE-Studie „Kirche und Israel“ einen Meilenstein in den jüdisch-christlichen Beziehungen. Zu ihrem Jubiläum tagten rund 40 Experten aus Europa in Arnoldshain und riefen erneut zu ihrer Umsetzung auf.

Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE)-Leuenberger Kirchengemeinschaft, Pressemitteilung, 28. Juni 2011
Freitags ein Denkanstoß aus dem Hause Israel

Barbara Schenck
Bausteine zur Ergänzung von Glaubenskursen
Zu den Themen: Bibel, Gott, Schöpfung, Jesus, Geist, Gottesvolk, Israel, Kreuz, Auferstehung, Abendmahl, Taufe, Sonntag, Ostern, Pfingsten.

Dezember 2013
Eine Bröschüre zum Reformationsjahr Bild und Bibel
Mit dem Gemälde „Reformationsaltar“, begonnen von Lucas Cranach dem Älteren und fertig gestellt von seinem Sohn, befasst sich die Arbeitshilfe „Der Jude als Verräter. Antijüdische Polemik und christliche Kunst“. Erarbeitet haben sie Mitglieder des Ausschusses „Christen und Juden“ der Evangelischen Kirche im Rheinland gemeinsam mit der Dozentin für Kunstgeschichte Dr. Monika Lengelsen, die auch nebenamtliches Mitglied der rheinischen Kirchenleitung ist.

bs, 26. November 2014
EKD-Synode beschließt Nein zur Judenmission
EKD. Am 9. November hat sich die EKD-Synode einstimmig gegen die Missionierung von Juden ausgesprochen. Damit knüpft sie an die Erklärung zu Luthers Antijudaismus aus dem vergangenen Jahr an, in der sie sich von Luthers Schmähungen gegenüber den Juden distanziert hatte.
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